Seminar-Info

Grundlagenseminar

Alf Mudrich
Josua-Gemeinde Bautzen
Dr.-Peter- Jordan- Str. 9
02625 Bautzen


T h e m a VII

eben mit dem Heiligen Geist

Inhaltsverzeichnis:

1. Der Heilige Geist - göttliche Persönlichkeit

2. Unser Umgang mit dem Heiligen Geist

3. Der heilige Geist, der Geist, der heiligt

4. Die Frucht des Geistes

5. Geist und Fleisch
5.1. Leben nach dem Fleisch - Prinzip des natürlichen Menschen

6. Freiheit und Gesetz

7. Manifestationen des Heiligen Geistes

8. Wohnungen des Heiligen Geistes
8.1. Unser Leib - Tempel des Heiligen Geistes
8.2. Die Gemeinde - Tempel des Heiligen Geistes

Thema VII: Leben mit dem Heiligen Geist

Wenn wir im Geist leben, so laßt uns auch im Geist wandeln! Gal.5,25

Dieser Vers zeigt uns, daß Wiedergeburt und die Taufe im Heiligen Geist nicht allein die Garantie für ein siegreiches erfülltes Leben eines Christen sind. Vielmehr sind sie die Voraussetzung dazu, der Beginn einer ständig intensiver werdenden Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater, durch die Person des Heiligen Geistes.Das altdeutsche Wort wandeln bezeichnet eine bewußte Fortbewegung unseres Körpers. Sie besteht aus vielen einzelnen Schritten. Wir können deshalb unter dem Wort Wandel im übertragenen Sinne auch die Entwicklung unserer Persönlichkeit sehen, die sich aus vielen täglich getroffenen Entscheidungen zusammensetzt, welche die Richtung dieser Entwicklung bestimmen.

1. Der Heilige Geist - göttliche Persönlichkeit

Selbst unter Christen wird manchmal die Meinung vertreten, der Heilige Geist sei keine eigenständige Persönlichkeit, sondern nur eine Umschreibung für die Kraft Gottes. Jesus und die Schreiber der Bibel beschreiben uns den Heiligen Geist immer wieder als die dritte Person der Gottheit; als die Person, die nach der Himmelfahrt Jesu den Kontakt Gottes zu uns Menschen halten will. Das geschieht, indem der Heilige Geist in wiedergeborenen Menschen wohnt. Das ist die intensivste Beziehung, die Gott jemals mit den Menschen hatte, intensiver noch, als seine Beziehung zu den Menschen im Paradies.

Die größte Schwierigkeit für unseren menschlichen Verstand besteht in der Tatsache, daß der Heilige Geist, einerseits nur eine Person, doch in vielen zugleich leben und wirken kann.Gerade diese Fähigkeit zeigt seine Göttlichkeit. Sie ermöglicht dem Vater und dem Sohn entsprechend Joh.14,23b bei uns Wohnung zu machen.

Paulus spricht im Epheserbrief vom Geheimnis des Neuen Bundes: Christus lebt durch die Person des Heiligen Geistes in uns. Ebenso, wie es der Wille des Vaters war, daß die Jünger Jesus kennenlernten, und mit ihm intensivste Gemeinschaft pflegten, ist es der Wille Jesu für uns heute, die göttliche Persönlichkeit des Heiligen Geistes kennenzulernen, und ständige Gemeinschaft mit ihm zu haben. So wie die Jünger durch die enge Gemeinschaft mit Jesus erkannten, daß er der Einzige ist, der Gott, den Vater, wirklich kannte (Joh.14,7+9), und sie allein durch ihn Gemeinschaft mit dem Vater haben konnten, genauso sollen auch wir durch die ständige intensive Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist erkennen, daß er der Einzige ist, der Jesus wirklich kennt, und durch den wir allein Gemeinschaft mit Jesus und dem Vater haben können. So weiß auch niemand, was in Gott ist, als allein der Geist Gottes. 1.Kor.2,11 Er (der Heilige Geist) wird mich verherrlichen, denn von dem Meinem wird er's nehmen und euch verkündigen. Joh.16,14

Wie Petrus durch die Gemeinschaft mit Jesus erkannte, daß er der Sohn Gottes, und damit Gott ist (Matth.16,16), sollen auch wir in der Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist erkennen, daß wir es mit einer göttlichen Person und nicht mit einer unpersönlichen Kraft zu tun haben. Wie Jesus vor nahezu 2000 Jahren als Gott auf diese Erde kam - man konnte ihn fragen, berühren, ihm praktisch dienen, oder ihn verfolgen und verletzen - so ist heute der Heilige Geist bei uns. Diese Form der Gegenwart Gottes ist sogar noch stärker, als die Gemeinschaft der Jünger mit Jesus vor seinem Tod. Wie könnte Jesus sonst seine Jünger damit trösten, daß es gut wäre, wenn er zum Vater ginge (Joh.16,7), wenn er nicht eine göttliche Person gesandt hätte, die ebenso wie er, den Jüngern die Gemeinschaft mit Gott vermittelt? Göttliche Kraft allein wäre kein ebenbürtiger Ersatz für Jesus! Sie war bereits im AT erfahrbar, ohne daß die Beziehung der Menschen zu Gott eine neue Qualität erreicht hätte. Wer die letzten Reden Jesu Joh.14-16 unvoreingenommen liest, muß unweigerlich zu der Einsicht kommen, daß der Heilige Geist nicht nur Umschreibung der Kraft Gottes, sondern göttliche Persönlichkeit ist.

Dazu folgende Bibelstellen:

Luk.1,35 / Matth.1,18
-Der Heilige Geist zeugte - nur eine Person hat diese Fähigkeit
Eph.4,30 / Jes.63,10 -Eine Kraft kann man nicht betrüben, nur eine Person
Apg.5,32 / Hebr.10,15 -Zeuge ist immer eine Person!
Apg.13,2+4 / 20,23 -Der Heilige Geist spricht, sagt an, bezeugt,
Apg.13,21,11 / 28,25 / 1,16 zeigt an (erklärt) usw;
Hebr.3,7 / 9,8 welche unpersönliche Kraft tut so etwas?
Apg.15,28 / 16,6+7 -Welcher Kraft gefällt etwas? -Welche Kraft verbietet das Wort in einer bestimmten Gegend zu verbreiten?
Röm.15,30 -Kann eine Kraft lieben?
Apg.5,9 -Eine Kraft kann nicht versucht werden!
Matth.28,19 -Auf den Namen des Heiligen Geistes zu taufen gibt nur Sinn, wenn er eine Person der Gottheit ist!
2.Kor.13,13 / Phil.2,1 -Gemeinschaft hat man nur mit einer Person!

2. Unser Umgang mit dem Heiligen Geist

Wunsch und Aufgabe des Heiligen Geistes, ist die Gemeinschaft mit uns. Doch wie Eheleute zusammenleben können, ohne viel Gemeinschaft miteinander zu haben, so können auch Christen die Person des Heiligen Geistes ignorieren. Im Geist wandeln heißt darum, mit ihm Kommunikation zu haben, das Bewußtsein zu haben, daß er in mir lebt, und zu allem eine Meinung hat, sich von ihm führen zu lassen, mit seiner Kraft zu rechnen, ihn um Rat zu fragen, sich von ihm seine Bedürfnisse erfüllen zu lassen, ihm Zeit für die Gemeinschaft einzuräumen, sich ihm zu überlassen und das Ziel unserer Persönlichkeitsentwicklung von ihm bestimmen zu lassen.

Er wird uns Jesus immer ähnlicher machen. Diesen Prozeß nennt die Bibel Heiligung. Beachten wir die Person des Heiligen Geistes nicht im täglichen Leben, so können wir ihn betrüben. Eph.4,30. Tun wir als Christen Dinge, die seinem Wesen zuwider sind, dämpfen (beschneiden) wir den Heiligen Geist 1.Thess.5,19. König David wußte darum, was die Gegenwart des Heiligen Geistes für ihn bedeutete. Darum bat er in seinem Bußgebet, nachdem er seine Schuld bekannt hatte Gott nicht darum, sein Königtum behalten zu dürfen, sondern die Gemeinschaft des Geistes Gottes.

... und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Ps.51,13

Der Heilige Geist möchte für all unsere Bedürfnisse sorgen. Das klingt für viele Menschen sehr abgehoben, ist aber immer wieder erfahrbar. Er möchte uns auch materiell beschenken. Viele Menschen erleben, wie Gott sie materiell versorgt, wenn sie zuerst nach dem Reich Gottes trachten. Immer wieder bezeugen auch Geschäftsleute, denen die Gemeinschaft des Heiligen Geistes wichtig ist, wie der Geist Gottes sie und ihre Firmen deutlich führt. Der Heilige Geist will sich auch für uns einsetzen und uns Recht verschaffen, wo wir Unrecht erleiden. Voraussetzung dafür ist aber, daß wir ihm in seiner Funktion als Paraklet (Bezeichnung Jesu für den Heiligen Geist), was soviel wie Anwalt, Rechtsbeistand bedeutet, unsere Sache übertragen und aus der Hand geben. Auch möchte uns der Heilige Geist vor Jesus und dem Vater immer so vertreten, wie es ihnen gefällt. Das bedeutet, wir dürfen uns also der guten Gedanken Gottes über uns immer sicher sein Röm.8,27. Pflegen wir die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist, können wir uns auch freuen in Situationen, die gar nicht zur Freude Anlaß geben. Jeder Mangel, den wir für Jesus leiden, wird in einer weitaus besseren Währung wiedergutgemacht: Der Heilige Geist gibt uns eine ganz besondere Erfahrung der Nähe und liebevollen Gegenwart Gottes. Wer das erlebt hat, für den haben Mangel und Verfolgung einen großen Teil ihres Schreckens verloren.

Selig seid ihr, wenn ihr geschmäht werdet um des Namens Christi willen, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruht auf euch. 1.Petr.4,14

Das Bedürfnis nach Freude ist eines der grundlegendsten. Auch Jesus konnte sich bei allen Enttäuschungen immer wieder im Geist freuen. Luk.10,21 Ohne die Freude, die der Heilige Geist gibt, ist die Aufforderung Paulus' in Phil.4,4:" Freuet euch im Herrn allewege" nichts als unerreichbare Illusion. Freude ist deshalb ein Erkennungszeichen des Reiches Gottes. Denn das Reich Gottes ist... Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geist. Röm.14,7 ... und habt das Wort aufgenommen in großer Bedrängnis und Freuden im Heiligen Geist. 1.Thess.1,6b

Der Heilige Geist selber will sich also um unsere Bedürfnisse kümmern, damit wir Zeit, Energie und Aufmerksamkeit haben, uns um sein Bedürfnis nach Gemeinschaft mit uns und seine Anliegen zu kümmern.

3. Der Heilige Geist, der Geist, der heiligt

Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet; sondern wie der, der euch berufen hat, heilig ist, sollt auch ihr heilig sein in eurem ganzen Wandel. Denn es steht geschrieben (3.Mose 19,2): "Ihr sollt heilig sein, denn ich bin heilig". 1.Petr. 1,14-16

Heilig bedeutet soviel wie ausgesondert, Gott geweiht, rein und makellos vor Gott. Wir werden durch den Heiligen Geist nicht nur Gottes Kinder, wir bekommen auch Anteil am Wesen und Charakter Gottes. Doch ihr habt die Salbung (Heiligen Geist) von dem, der heilig ist ... 1.Joh.1,20a Viele Christen glauben zwar, daß sie aus Gnade errettet wurden, versuchen aber durch ihre eigenen Anstrengungen heilig (gottgemäß) zu leben.

Heiligung hat zwei Aspekte:

1. Umgestaltung in das Wesen und den Charakter Jesu.

2. Ausgesondert für Gott -Er wird zur Nummer Eins in meinem Leben.

Sowenig ein Affe, wenn man ihm beibringt, mit Messer und Gabel zu essen, Fahrrad zu fahren, und sich Kleidung anzuziehen, zum Menschen wird, können wir uns die Qualität des Wesens Gottes antrainieren. Auch ist es uns unmöglich, Gott an die erste Stelle in unserem Leben zu setzen, wenn wir ihn nicht durch die Gemeinschaft mit dem Heiligen Geist kennenlernen konnten. Allerdings vollzieht sich Heiligung nicht im Selbstlauf, sozusagen automatisch mit den Jahren unseres Christseins. Gottes Geist wird durch sein Reden, sein Wort, durch Geschwister und Umstände eine Trennung von negativen Lebensgewohnheiten und Charakterschwächen bewirken. Dazu ist immer wieder meine konkrete Entscheidung nötig. Die Bibel unterscheidet dabei verschiedene Vorgehensweisen:

1. Töten

So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist. Kol.3,5

Ist unser Geist von neuem geboren, so sind aber unsere Seele und unser Leib nicht mit einmal erneuert. Sie können durchaus noch die alten Handlungsweisen praktizieren. Besonders Haltungen und Handlungen, die sich mit unserer Persönlichkeit verbunden haben, so, daß sie Teil unseres Wesens und Wollens geworden sind, müssen wir töten. Töten heißt hier soviel, wie eine radikale endgültige Abkehr, die sich auch in konkreten Schritten äußert. Hier werden besonders Sex, der nicht in der göttlichen Ordnung der Ehe praktiziert wird, und Habsucht - was mit Okkultismus und Satansdienst gleichgestellt wird, erwähnt.

Es ist durchaus mit Töten zu vergleichen, wenn zum Glauben gekommene Menschen beginnen, ihr Leben nach den Ordnungen Gottes auszurichten, beispielsweise, sich von einem Partner zu trennen, oder von einer Form von Gelderwerb, die Gott mißfällt, wie Stehlen, Prostitution, Dealen o.a. Lies dazu Matth.5,29+30 ! Sündenerkenntnis, sowie das Wollen und die Kraft zu einer solchen radikalen Trennung von Teilen unserer Persönlichkeit gibt allein der Heilige Geist. ... wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Fleisches tötet, so werdet ihr leben. Röm.8,13b

Offenkundig sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung, Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Saufen, Fressen und dergleichen. Davon habe ich euch vorausgesagt und sage noch einmal voraus: die solches tun werden das Reich Gottes nicht erben. Gal.5,19-21

2. Ablegen

Nun aber legt alles ab von euch: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde; belügt einander nicht, denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat. Kol.3,8-10.

Beispiel: Wie ein in DDR- Zeiten geflüchteter Grenzsoldat auf dem Boden der Bundesrepublik seine Uniform ohne Konsequenzen ablegen und verbrennen konnte, so können und sollen wir Christen unser altes Wesen im Reich Gottes hinter uns lassen. Ist unser Geist in uns neu geworden, so können wir auch unser altes Reden und unsere alten Umgangsformen ablegen. Unser Äußeres soll die Veränderung in unserem Inneren widerspiegeln. So legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede und seid begierig nach der vernünftigen, lauteren Milch (Wort Gottes) ... da ihr ja geschmeckt habt, daß der Herr freundlich ist. 1.Petr.2,2+3

Wer mit seinen Sinnen die Güte Gottes ganz persönlich erfahren (geschmeckt) hat, hängt nicht mehr an dem alten Wesen, er möchte es so schnell wie möglich loswerden. (Hebr.12,1) Legt von euch ab den alten Menschen, mit seinem früheren Wandel, der sich durch trügerische Begierden zugrunde richtet. Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit. Eph.4,22-24

Gott bietet uns ein neues Wesen, neue Prioritäten und Ziele- einen neuen Menschen an: das ist Jesus in uns durch den Heiligen Geist. Bei vielen Dingen, die nicht unmittelbar Teil unserer Persönlichkeit geworden sind, genügt es den "alten Menschen" wie einen alten Mantel einfach "abzulegen". Das geschieht durch den Glauben daran, daß Jesus in mir lebt und sein Wesen in mir offenbar wird, selbst wenn ich nicht sofort innerlich "umgekrempelt" werde. Erneuerung unserer Sinne geschieht, indem ich meinem Geist die Autorität über meine Seele und meinen Leib erteile.

Eph.4,24
sagt mir, daß Gott ein neues ICH (Wesen und Charakter) für mich vorbereitet hat; nicht etwas, das nichts mit mir zu tun hätte, sondern ein neuer Mensch - original Ich - der mir entspricht, so, wie ich wäre, wenn die Sünde nicht so vieles in meinem Leben zerstört hätte. In diesen neuen Menschen können wir einfach im Glauben hineinschlüpfen, ihn anziehen. Zuerst fühlen wir uns vielleicht, wie ein Bettler im Smoking, wir werden aber ganz schnell entdecken, daß wir nun eine Rolle spielen, die uns genau auf den Leib geschneidert ist. Daß wir unseren wiedergeborenen Geist dabei brauchen, unseren neuen Menschen zu erkennen und anzulegen zeigt uns 1.Kor.2,11: Denn welcher Mensch weiß, was im Menschen ist, als allein der Geist des Menschen, der in ihm ist?

"Kleider machen Leute." Ziehen wir unseren neuen Menschen, Gottes ursprüngliche Idee für unser Leben an, so beginnt ein Prozeß, in dessen Folge wir uns immer stärker mit unserem neuen Menschen identifizieren und den alten Menschen immer mehr verleugnen. Das heißt praktisch, daß, wenn wir Eigenschaften des alten Menschen bei uns bemerken, wir diese als etwas Fremdes, nicht zu uns gehöriges sofort und gern ablegen. Der Geist Gottes schafft in uns den Wunsch, Jesus immer ähnlicher zu werden, um ihn zu erfreuen. Das geschieht, indem ich Jesus vertraue, daß er durch seinen Geist mit meinem Wesen und Charakter zu seinem Ziel kommt. Lies Phil.1,6! Heiligung geschieht nur durch Glauben an das, was er aus mir machen wird. Ohne Vision für den "neuen Menschen", den der Heilige Geist aus mir machen wird, geschieht keine Heiligung, sondern nur frommer Krampf. Heiligung bedeutet nicht irgendwie besser, lieber, willensstärker oder frömmer zu werden, sondern so zu werden, wie Gott uns ursprünglich geplant hatte. Die Richtung der Veränderung wird vom Geist Gottes bestimmt. Heiligung ist also Aufgabe des Geistes, der heiligt! Röm.1,4. Wir laden ihn täglich ein, dieses Werk an uns zu tun.

4. Die Frucht des Geistes

Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Keuschheit
(Selbstbeherrschung). Gal.5,22+23a

Andauernde Gemeinschaft mit Gottes Geist wird immer Veränderung unseres Wesens bewirken. Das ist eine wunderbare Verheißung, die uns gleichzeitig unseren Anteil an der Heiligung zeigt: Wir müssen die Verbindung halten! Aber auch die Früchte des Geistes brauchen einen Reifeprozeß. Voraussetzung für gutes Wachstum der Früchte ist die ununterbrochene Verbindung zur Pflanze. Jesus vergleicht das anhand des Weinstocks: Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Darin wird mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Joh.15,4+5;8a

Wie bleibt man nun ganz praktisch in Jesus? Ist Jesus nicht im Himmel und wir auf dieser Erde? In uns ist derselbe Geist, der auch jetzt in Jesus ist - sein Geist. Leben wir nun im Geist sind wir also durch ihn mit der Person Jesu so verbunden, daß wir in ihm sind, weil er in uns und in Jesus gleichzeitig ist. Das ist mit einem Telefon zu vergleichen: Rufen wir an, so ist unsere Stimme in unserem Haus und dem des Anrufpartners gleichzeitig gegenwärtig, weil uns ein Anschluß verbindet und wir beide ein Telefon haben. Rufen wir aber nicht an, so ist trotz des gemeinsamen Anschlusses unsere Stimme nur in unserem Haus zu hören.

5. Geist und Fleisch

Der Begriff Fleisch hat in der Bibel mehrere Bedeutungen. Er steht für die Gesamtheit von Körper und Seele. Im AT, in einer Zeit, in der es noch nicht die Möglichkeit der Neugeburt des menschlichen Geistes gab, bezeichnet Fleisch deshalb oft den Menschen allgemein (besonders, wenn von allem Fleisch die Rede ist). Mit der Möglichkeit der Wiedergeburt im NT bekommt das Wort Fleisch (Körper+Seele) oft eine neue Wertung. Es steht nun für den natürlichen Menschen, der von sich aus ohne neugeborenen Geist, Gott weder erkennen, noch ihm gefallen oder entsprechen kann (z.B. Röm.7,18). Wenn von Leben im Fleisch (Luther: Wandel im Fleisch), auf das Fleisch säen, oder Leben nach dem Fleisch (Elberf. Übers.) die Rede ist, meint das NT das Lebensprinzip des nicht wiedergeborenen Menschen (z.B.Gal.3,3; Röm.8,4). Z.T. kann sich auch Fleisch im NT nur auf den Körper beziehen (z.B.Phil.1,22; 1.Kor.15,39). Es ist wichtig, die verschiedenen Bedeutungen von Fleisch zu kennen, um nicht zu falschen Aussagen, etwa leibfeindlichen Lehren, wie wir sie aus dem Mittelalter kennen, zu kommen.

5.1. Leben nach dem Fleisch - Prinzip des natürlichen Menschen

Ich sage aber: Lebt im Geist, so werdet ihr die Begierden des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch begehrt auf gegen den Geist und der Geist gegen das Fleisch; die sind gegeneinander, so daß ihr nicht tut, was ihr wollt. Gal.5,16+17

Beispiel: Gibt es irgendwo staatliche Fördermittel, so müssen die Bedürfnisse, die damit finanziert werden sollen, eingereicht werden. Eine entsprechende Stelle gibt dann den Zuschlag an diejenigen, deren Programm ihrem Anliegen am meisten entspricht. Genauso ist es auch in uns. Körper, Seele und Geist melden bei jeder Entscheidung, die wir zu treffen haben, ihre unterschiedlichen Bedürfnisse an, und unser Leben ist nun einmal eine Kette von Entscheidungen. Unsere Aufgabe ist nun, dem Geist mit seinem Bedürfnis nach Gemeinschaft mit Gott, oder dem Fleisch, der Interessengemeinschaft von Körper und Seele, den Zuschlag zu erteilen. Sind wir wiedergeboren, so entspricht das "Programm unseres Geistes" am meisten unseren Wünschen, wobei selbst Seele und Leib mehr auf ihre Kosten kommen, als wenn wir unsere Entscheidung an ihren Bedürfnissen ausgerichtet hätten. Lies dazu Matth.6,24-33 / Phil.4,6 / 1.Petr.5,7 !

Beispiel aus dem Alltag: Unser Körper hat nie das Bedürfnis, sich bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit zu belasten, unsere Seele (unser Denken) weiß aber, daß es gut für ihn ist, kauft ihm eine Fitneßstation, und verlangt ihm täglich für kurze Zeit Höchstleistungen ab. Damit übergeht sie kurzerhand das Bedürfnis des Körpers, tut ihm aber letztendlich etwas Gutes - der Körper fühlt sich am Ende wohler. Unsere Seele (Vernunft) herrscht also in diesem Fall über unseren Leib. Genauso will der Geist über Seele und Leib herrschen. Dazu müssen wir seinem Bedürfnis den Zuschlag geben.

Nach dem Geist leben: Unser Leben und Handeln wird von unserem Geist bestimmt. Unser Geist hat das Bedürfnis nach andauernder Gemeinschaft mit Gott. Dieses Bedürfnis hat oberste Priorität und prägt unsere gesamte Persönlichkeit. Wir werden unabhängiger von den Bedürfnissen der Seele und des Leibes, und wissen, daß Gott sich darum kümmern wird. Damit werden wir auch unabhängig von unserer Umwelt. Satan verliert dadurch ein wichtiges Druckmittel.

Nach dem Fleisch leben: Unsere Persönlichkeit wird durch unsere Seele und ihre Bedürfnisse bestimmt. Diese werden stark von den Bedürfnissen unseres Leibes bestimmt, die wiederum von den Einflüssen der Umwelt diktiert werden. Der Mensch, der nach dem Fleisch lebt, ist deshalb für Satan leichter lenkbar, da er als Herr der Welt die Umwelt, ihre Trends und Normen stark prägt. Weil das innerste Bedürfnis nach der Gemeinschaft mit Gott nicht erkannt wird, gibt es nie eine echte tiefe Befriedigung unserer Bedürfnisse. Die Folge ist ein andauerndes Suchen nach mehr, das oft in tiefere Verstrickung und Sünde, also weiter von Gott wegführt. Da die Quelle von Glück in uns, bzw. in der Welt, nicht aber in Gott ist, ist ihr Wasser begrenzt. Bedürfnisbefriedigung nach den Prinzipien des Fleisches ist darum mit einem Kampf verbunden, der die zwischenmenschlichen Beziehungen zerstört, z.B. Existenzkampf, Konkurrenzkampf, Kampf um die Arbeitsstelle, um Anerkennung usw. Dieser Kampf nimmt uns so in Anspruch, daß wir keine Zeit mehr zum Nachdenken über Gott und seine Wege mit uns haben. Die Folge ist dauernder Unfrieden.

Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnt, die aber geistlich sind, die sind geistlich gesinnt. Aber fleischlich gesinnt sein, ist der Tod, geistlich gesinnt sein ist Leben und Friede. Denn fleischlich gesinnt sein ist Feindschaft gegen Gott, weil das Fleisch dem Gesetz (Willen) Gottes nicht untertan ist; denn es vermag's auch nicht. Röm.8,5-7

Leben wir nicht nach dem Prinzipien des Geistes, werden wir Gott nicht erfahren. Wir leben zwar in seinem Reich, aber nach den Prinzipien des Feindes. Siehe 1.Kor.3.3 !

6. Freiheit und Gesetz

Unter Gesetz verstehen die Juden zuerst einmal die fünf Bücher Mose, in denen alle Gesetze stehen, die Gott seinem Volk Israel beim Bundesschluß am Sinai gab. Kernstück dieser Gesetze sind die 10 Gebote (2.Mose 20,1-17). Dazu kamen später die Satzungen der Ältesten, die fast jeden Bereich des Lebens durch religiöse Gesetze regelten, so daß zur Zeit Jesu der als wahrhaft gläubig galt, der möglichst alle Gesetze hielt. Daß man alle Gesetze halten, und doch am Willen Gottes vorbeigehen konnte, zeigt uns Paulus in Phil.3,6. Hat das Gesetz nun eine Bedeutung für uns?

Das Gesetz kann nicht vor Übertretung und Sünde schützen, im Gegenteil! Es stachelt unser Fleisch noch dazu an. Es ist wie ein Geländer, das uns auf die Gefahren dahinter aufmerksam machen will, welches wir aus Abenteuerlust aber gerade überschreiten. Es zeigt aber auch, was Sünde ist, d.h. was uns an der Gemeinschaft mit Gott hindert. Ohne Gesetz können Menschen nicht ihre Verlorenheit und den Grund ihrer Trennung von Gott erkennen (Röm.7.7+8). Durch das Halten des Gesetzes aus eigener Kraft, und seien es nur die 10 Gebote können wir uns vor Gott keine Punkte verdienen. Gott will nicht unsere fromme Leistung sondern uns! Darum hat uns Jesus vom Gesetz erlöst, indem er dem Gesetz durch seinen Tod Genüge getan hat.Gal.2,16 / 3,10+13

Also seid auch ihr meine Brüder dem Gesetz getötet durch den Leib Christi.... Nun aber sind wir vom Gesetz freigeworden und ihm abgestorben, das uns gefangen hielt, so daß wir dienen im neuen Wesen des Geistes, nicht im alten Wesen des Buchstabens. Röm.7,4+6

Haben wir nun Jesu Tod im Glauben nachvollzogen Röm.6,5, so sind wir dem Gesetz gestorben. Von einem Toten hat kein Gesetz etwas zu fordern. Es existiert zwar noch, hat aber für uns keine Bedeutung mehr. Wir brauchen, wenn wir Gott gefallen wollen, nicht immerzu zu reflektieren, ob wir schon heilig genug sind, sondern können ununterbrochen Jesus ansehen und werden so verwandelt in sein Bild, das er von uns hat, und seinem Wesen entspricht. 2. Kor.3,18.

Unsere Sicht wendet sich damit von uns auf ihn. Unser Ziel ist nicht, wie in anderen Religionen, irgendwann einmal Gott gefallen zu können. Wir wissen, daß das Wohlgefallen Gottes auf uns ruht, weil wir seinen Geist geschenkt bekommen haben. Wir haben ein Liebesverhältnis, kein Arbeitsverhältnis mit Gott. Arbeitsverhältnisse werden von Gesetzen bestimmt, Liebesverhältnisse von der Sehnsucht nach Gemeinschaft. Das erkannten auch die Apostel und beschlossen, den Heidenchristen, deren Nachfolger wir sind, nicht das jüdische Gesetz aufzuerlegen. Lies Apg.15 !

Nun könnte man aber wegen unserer fehlenden Reglementierung fast ängstlich werden, so groß ist die Freiheit, in die uns Gott stellt. Gott erläßt uns nicht einfach das Gesetz. Er ersetzt nur Regeln und Gebote durch eine Person, den Heiligen Geist. Das kann er nur, wenn wir auch eine Beziehung zu ihm haben. Ohne diese Beziehung zum Geist Gottes gibt es keine Freiheit. Lies 2.Kor.3,17/ Gal.5,18 !

Mit ihm aber können wir viel mehr im Willen Gottes sein, als durch Regeln und Gesetze, weil wir ihn auch in Situationen fragen können, für die es keine Regel gibt. Außerdem verstehen wir nun auch Sinn und Wesen der Anordnungen Gottes viel besser.

Der Heilige Geist macht, daß Jesus für uns vom Richter zum guten Hirten wird. Lies dazu noch: Röm.7 und Gal.3-5 nach einer neueren Übersetzung (z.B. Hoffnung für alle)!

7. Manifestationen des Heiligen Geistes

In der gesamten Kirchengeschichte sind verschiedenste Manifestationen des Heiligen Geistes bekannt. Dabei gibt es einige, die direkten biblischen Bezug haben, z.B.Mk.16,17+18, wie das Auftreten übernatürlicher Gaben des Geistes. An anderen Stellen wieder geschahen übernatürliche Dinge, denen man weder einen direkten biblischen Bezug, noch einen geistlichen Sinn zuordnen kann, die doch offensichtlich vom Heiligen Geist gewirkt waren. Besonders bei den frühen Heiligen gab es solche unerklärliche Phänomene. Eines haben alle Manifestationen des Geistes Gottes gemeinsam: Sie lassen die Menschen erkennen, daß sie es nicht mit einem unpersönlichen Prinzip, sondern mit dem lebendigen Gott selbst zu tun haben. Viele Manifestationen wiederholen sich in der Kirchengeschichte immer wieder. Schon Wesley warnte seine Zuhörer davor, während seiner Predigt auf die Bäume zu steigen, denn wenn die Kraft Gottes käme, würden sie herunterfallen. Umfallen, laute Schreie, Brüllen, Stöhnen, Schütteln oder Lachen sind solche Reaktionen. Wichtig ist, zu wissen, daß nicht die Manifestationen entscheidend sind, sondern nur ein Zeichen des Wirkens des Heiligen Geistes an den entsprechenden Personen. Die Wirksamkeit dessen, was der Geist tut ist nicht an der Stärke der Manifestation ablesbar, sondern allein von seiner Offenheit dem Heiligen Geist gegenüber abhängig. Nur, wenn wir ihm erlauben, sein Werk an uns zu tun, werden wir einen geistlichen Gewinn davon haben. Schließlich fielen diejenigen, die Jesus verhafteten auch unter der Kraft Gottes zu Boden, so daß die Jünger die Flucht ergreifen konnten (Joh.18,6), von einer Veränderung der Gesinnung lesen wir jedoch nichts. Auch von den Soldaten am Grab, die das Erdbeben, den Engel und die Öffnung des Grabes miterlebt haben, wird keine Veränderung ihrer Gesinnung berichtet, sie gingen auf die Bestechung des Hohen Rates ein. Wo der Heilige Geist kommt, verändert er Menschen genauso wie es Jesus tat. Diese Veränderung kann sich im Geist, in der Seele oder im körperlichen Bereich manifestieren. Wir müssen uns davor hüten, die Manifestationen mit dem Heiligen Geist selber zu verwechseln. Der Heilige Geist ist immer derselbe, nur unsere Reaktion auf ihn kann unterschiedlich sein.

Beispiel: Man kann Wasser auf heiße Steine, auf Eis, auf Karbid oder auf unterschiedliche Chemikalien gießen- die Reaktion wird jedesmal anders aussehen, obwohl wir immer nur Wasser zugeben. Der Heilige Geist manifestiert sich an uns mit verschiedenen Anliegen. Will er uns mit dem Herzen Gottes verbinden, kann es vorkommen, daß wir Freude oder Schmerz Gott so nachempfinden, wie Gott sie empfindet. Das kann starke Ausdrucksformen beinhalten, so daß die Person laut zu weinen, zu stöhnen, oder sich übermäßig zu freuen beginnt. Unser Glaube ist dann nicht mehr nur Wissen um die Empfindungen und den Willen Gottes - wir fühlen mit Gott mit. Genauso hat David durch den Heiligen Geist die Leiden Jesu bis in den körperlichen Bereich hinein vorausempfunden. (Lies dazu Ps.22 !) Wir werden sozusagen in unserem ganzen Empfinden mit dem Herzen Gottes "vernetzt", was für den Außenstehenden oft schwer nachzuempfinden ist. Ein anderes Anliegen des Heiligen Geistes, ist unsere Seele zu heilen. Innere Verletzungen, vielleicht schon Jahrzehnte alt, kann der Heilige Geist in kürzester Zeit heilen. Dabei bringt er die verborgenen Wunden und Verletzungen zuvor ins Bewußtsein. Daß dabei starke Gefühlsausbrüche oder körperliche Manifestationen zu beobachten sind, ist jedem Psychologen verständlich. Der Heilige Geist manifestiert sich auch, um seine Kraft zu offenbaren. So gibt es Beispiele dafür, daß die heilenden, lebensspendenden Energien des Geistes Gottes auch in leblosen Dingen übertragen werden (Apg.19,12 / 2.Kön.13,21). Andere Manifestationen scheinen eine Anfrage des Heiligen Geistes an uns zu sein, ob wir bereit sind, uns ihm auszuliefern, ganz gleich, was andere Menschen dann über uns denken. Wieder andere Manifestationen sind Reaktionen von Dämonen, die sich in der Gegenwart Gottes zu erkennen geben müssen. (Mk.1,22). Das bedeutet nicht, daß der in der Versammlung wirkende Geist von "unten" ist, sondern finstere Mächte müssen sich in seiner Gegenwart zu erkennen geben. In Versammlungen, in denen sich der Heilige Geist besonders manifestiert, ist eine gute Leitung wichtig, die unterscheiden kann, ob die Manifestationen Wirkungen des Heiligen Geistes, menschlich- seelischen Ursprungs oder Wirkungen dämonischer Art sind.

8. Wohnungen des Heiligen Geistes

8.1. Unser Leib - Tempel des Heiligen Geistes

Wißt ihr nicht, daß ihr der Tempel Gottes seid, und der Geist Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr. 1.Kor.3,16+17

Der Heilige Geist wohnt in uns, d.h. er ist nicht nur zu bestimmten Anlässen bei uns, sondern agiert von uns aus. Wir sind seine Basisstation in dieser Welt. Wir können ihn immer in uns "antreffen". Er wohnt zuerst in unserem Geist, möchte aber mehr und mehr von unserer Seele und unserem Leib Besitz ergreifen, so, wie wir ihm die Vollmacht dazu geben. Haben wir unsere Seele und unserem Leib ihm bewußt ausgeliefert, so kann er nach Joh.7,38 auch aus uns herausfließen, um durch uns sein Werk zu tun. Verunreinigen wir unseren Leib durch Sünde, machen wir ihm das Leben in uns schwer.

Wir müssen uns immer wieder bewußt werden, daß wir die Gegenwart Gottes auf dieser Erde in uns herumtragen, so wie die Priester im AT die Bundeslade. Durch uns will der Geist Gottes aktiv werden. Er hat sich an uns gebunden. Wie wichtig ist es deshalb, dort zu sein, wo er will, und sich von ihm führen zu lassen.

Wißt ihr nicht, daß euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch ist, und den ihr von Gott habt, und daß ihr euch nicht selbst gehört? Denn ihr seid teuer erkauft, darum preist Gott mit eurem Leibe. 1.Kor.6,19+20

8.2. Die Gemeinde - Tempel des Heiligen Geistes

Wie unser Leib, so ist auch die Gemeinde Tempel des Heiligen Geistes. Ein Tempel verherrlicht das in ihm enthaltene Heiligtum. Er weist mit seinem Gebäude darauf hin. Genauso soll durch die Gemeinde Gottes sein Wesen, seine Herrlichkeit und Kraft auch schon für diejenigen sichtbar sein, die noch nicht in Berührung mit dem eigentlichen Heiligtum gekommen sind. Der Heilige Geist wird Kirchen und Gemeinden heute so umwandeln, daß die Menschen die darin verkündigte Botschaft unbedingt hören wollen, und nicht davon abgeschreckt werden.

Christus, ... auf welchen der ganze Bau ineinandergefügt wächst, zu einem heiligen Tempel in dem Herrn. Durch ihn werdet auch ihr miterbaut zu einer Wohnung Gottes im Geist. Eph.2,21+22

Ein Gottesdienst, in dem der Heilige Geist nichts zu sagen hat, den er nicht selber gestalten kann, ist wie eine Wohnung, die man möbliert mieten muß und nichts daran verändern darf. Der Geist Gottes wohnt nicht möbliert zur Miete, die Gemeinde ist sein Wohneigentum, das Jesus sich erworben hat!

Fragen zum Thema VII:

Welche Parallelen können wir in unserer Beziehung zum Heiligen Geist und der Beziehung der Jünger zu Jesus vor seinem Tod erkennen?

___________________________________________________

Woran erkennen wir, daß der Heilige Geist nicht nur göttliche Kraft, sondern die dritte Person der Gottheit ist?

___________________________________________________

Was möchte der Heilige Geist an uns bewirken?

___________________________________________________

Was versteht die Bibel unter Heiligung? Wie geschieht Heiligung an uns?

___________________________________________________

Beschreibe den Unterschied zwischen dem, was Paulus "ablegen" und was er "töten" nennt?

___________________________________________________

Nenne die Früchte des Geistes, was sind sie? Nenne Wachstumsbedingungen!

___________________________________________________

Beschreibe das Prinzip des Fleisches!

___________________________________________________

Beschreibe das Prinzip des Geistes!

___________________________________________________

Was verstehen wir unter "dem Gesetz gestorben"?

___________________________________________________

Welche Voraussetzung ist für unsere Freiheit vom Gesetz unerläßlich?

___________________________________________________

Was sollten wir bei allen Manifestationen des Heiligen Geistes bedenken?

___________________________________________________

Welche Konsequenzen hat es für uns, wenn der Heilige Geist in uns wohnt?

___________________________________________________


Anhang

Informationen zum Grundlagenseminar

Mit freundlicher Genehmigung
des Autors Alf Mudrich,
Josua-Gemeinde Bautzen,

http://www.josua-gemeinde-bautzen.de
in das Microsoft Reader Format konvertiert, von
Bernd Amann
Jesus Christus Evangeliumsdienst

Kamp-Lintfort
http://www.jesus-christus-evangelium.de/

Das Grundlagenseminar besteht aus insgesamt 10 Themen:
Thema I
Die Autorität der Bibel
Thema II
Die Botschaft vom Kreuz
Thema III
Begräbnis und Auferstehung Jesu
Thema IV
Die neue Geburt
Thema V
Taufe
Thema VI
Die Taufe mit dem Heiligen Geist
Thema VII
Leben mit dem Heiligen Geist
Thema VIII
Der Kampf des Christen
Thema IX
Wiederkunft Jesu
Thema X
Christ und Gemeinde

Diese 10 Themen im htm-Format und im Microsoft Reader-Format können Sie auf unserer Internetseite downloaden:
http://www.jesus-christus-evangelium.de/Grundlagenseminar.htm

Alle 10 Original-Themen im pdf-Format können Sie auf der Internetseite der Josua-Gemeinde Bautzen downloaden:
http://www.josua-gemeinde-bautzen.de/Publikation/publikation.html

| Glaubensgrundlagen: Überblick / Inhalt |

Verantwortlich für den Inhalt dieser Homepage ist:

Bernd Amann, 47475 Kamp-Lintfort, Krokusweg 6

E-Mail: webmaster@jesus-christus-evangelium.de
02842-9299940

(Letztes Update: 20.09.2001)