Seminar-Info

Grundlagenseminar

Alf Mudrich
Josua-Gemeinde Bautzen
Dr.-Peter- Jordan- Str. 9
02625 Bautzen


T h e m a VIII

er Kampf des Christen

Inhaltsverzeichnis:

1. Kampf ist Glaube an die unsichtbaren Realitäten Gottes

2. Unser Kampf - Zurückeroberung des Verlorenen

3. Die drei Ebenen des Kampfes
3.1. Der Kampf gegen das Fleisch
3.2. Der Kampf gegen die Welt
3.3. Kampf gegen satanische Mächte

4. Geistlicher Kampf

5. Befreiungsdienst
5.1. Fragen zum Befreiungsdienst
5.2. Einfallstore
5.3. Begleiterscheinungen beim Befreiungsdienst
5.4. Auftrag zum Befreiungsdienst
5.5. Unser Schutz beim Befreiungsdienst

6. Die geistliche Waffenrüstung

Fragen zum Thema VIII

Thema VIII: Der Kampf des Christen

1. Kampf ist Glaube an die unsichtbaren Realitäten Gottes

Paulus an Timotheus: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! 1.Tim.6,12a
Laßt uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem
Anfänger und Vollender des Glaubens. Hebr.12,1b+2a

Das Leben eines Christen auf dieser Erde ist bei allen Segnungen und Freuden, mit denen uns Gott beschenkt, doch auch eine ständige Auseinandersetzung - ein Kampf, der uns bestimmt ist. Dieser Kampf richtet sich im Unterschied zu allen anderen Religionen und Ideologien niemals gegen Menschen, sondern ausschließlich gegen die Systeme, Kräfte und Abhängigkeitsverhältnisse des Satans und seiner gefallenen Engel, bzw. gegen diese selbst. Heilige Kriege, wie im Islam oder im Mittelalter haben nichts mit dem Kampf zu tun, in dem jeder Christ steht, denn Gott will, daß allen Menschen geholfen werde, und sie zur Erkenntnis der Wahrheit (Jesu) kommen. (1.Tim.2,4) Meinst du, daß ich Gefallen habe am Tod des Gottlosen, spricht der Herr, und nicht vielmehr daran, daß er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt? Hes.18,23

Der o.g. Timotheustext zeigt uns deutlich die Art und Weise des Kampfes auf, in dem wir stehen. Dieser Kampf besteht darin, daß wir unseren Glauben einsetzen.

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Hebr.11,1

Täglich werden wir in uns, um uns und in der unsichtbaren Welt mit Gegebenheiten konfrontiert, die nicht dem Wort und Willen Gottes entsprechen. Setzen wir nun unseren Glauben dagegen und erwarten eine Veränderung der Situationen in oder um uns, so setzt dieser Glaube die Kraft Gottes frei. Gott kann in die Situation hineinwirken und sie seinem Wort entsprechend verwandeln. Sein genereller Sieg am Kreuz über unser Fleisch, über die Welt und den Satan wird nun in meiner konkreten Situation erlebbar.
Der Ausgang dieses Kampfes ist letztlich schon am Kreuz von Golgatha entschieden worden. Wir geben durch unseren Glauben an den Sieg Gottes nur der Kraft Gottes die Möglichkeit, diesen Sieg in unserer konkreten Situation sichtbar zu machen. So sollen wir das Reich Gottes ausbreiten: in uns, um uns und in der unsichtbaren Welt. Darum kann Johannes auch einfach sagen: Unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat! 1.Joh.5,4b


Beten wir im Vaterunser: Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden ...(Matth.6,10), so ist das allein schon eine Kriegserklärung an Satan und seine gesamte Macht.
Warum? Weil Gott im Himmel uneingeschränkter Herrscher ist, in uns und auf dieser Erde aber oft nicht sein Wille geschieht. Reich Gottes, sein Herrschaftsbereich, ist aber nur da, wo sein Wille geschieht.
Wenn aber allein durch unseren Glauben an den errungenen Sieg Jesu seine verändernde Kraft freigesetzt wird, so verändert sich unser Herz, unsere Situationen und das geistliche Kräfteverhältnis auf dieser Erde in dem Maße, wie der Inhalt unseres Glaubens mit dem Willen Gottes im Himmel übereinstimmt.


Wie aber bringen wir die Inhalte unseres Glaubens in völlige Übereinstimmung mit dem Willen Gottes?
Durch das Wort! Das Wort Gottes hat darum eine Schlüsselstellung in diesem Kampf. Christen, die das Wort Gottes nicht kennen, oder nicht als Autorität akzeptieren, werden nie die Welt verändern, sondern immer den Veränderungen in dieser Welt hinterherlaufen und selber von der Welt verändert werden.


2. Unser Kampf - Zurückeroberung des im Paradies Verlorenen

Das Wort Gottes ist die einzige Waffe, mit der wir an Satan verlorenes Territorium zurückgewinnen können. Weil die ersten Menschen das Wort Gottes (1.Mose 2,17) nicht ernstnahmen, ging dieses Territorium verloren, es kann darum auch nur durch das Wort Gottes zurückerobert werden.

Was ging konkret verloren?

1. Der Geist des Menschen: Mit dem Geist ging die Verbindung zu Gott verloren. Seine Persönlichkeit wurde nun nicht mehr aus dieser Beziehung heraus gelenkt. Die Bedürfnisse des Leibes diktierten nun Fühlen, Denken und den Willen des Menschen. Der Mensch wurde von einem geistlichen Wesen zu Fleisch (Ausdruck der Bibel für den Menschen allgemein).

2. Die Welt: Der Mensch sollte die Erde im Auftrag Gottes verwalten und regieren (1.Mose 1,28). Er war Herr über die Welt. Durch den Sündenfall verlor er diese Herrschaft an Satan. Dieser machte sich nun die Erde durch die von ihm beherrschten Menschen und Machtstrukturen untertan und wurde zum Fürsten der Welt. Damit stand der Mensch unter der Herrschaft des Satans - eines gefallenen Engels.

3. Der Stand des Menschen: Der Sündenfall hatte nicht nur für die ersten Menschen selbst Konsequenzen, sondern auch für den Stand des Menschen allgemein. War der Mensch als Gegenüber Gottes zu seinem Bilde geschaffen, so stand er über den Engelwesen. Kein Engel war ein Gegenüber für Gott, sondern Engel werden als dienstbare Geister bezeichnet, auch wenn sie sehr große Macht haben können. Demnach hatte auch Satan weder vor noch nach seinem Fall die Stellung, die den Menschen zugedacht war. Als Fürst der Welt herrscht Satan nun durch die Sünde über die Menschen, die eigentlich über ihn herrschen sollten. Beispiel: Diesen Standesverlust kann man vergleichen mit einem hohen Offizier, welcher zum Beraterstab des Generals gehörte, der nun zum Soldaten degradiert, den Unteroffizieren gehorchen muß, über die er einmal gesetzt war.

Die Bibel verdeutlicht das daran, daß Satan die ersten Menschen in Gestalt einer Schlange verführte.
Lies 1.Mose 3,1-7! Nach 1.Mose 1,28 sollte der Mensch ausdrücklich herrschen über alles Getier, was auf Erden kriecht (Schlangen inklusive).
Der Standeswechsel des Menschen mit Satan und seinen gefallenen Engeln wird klar, wenn wir uns bewußt werden, daß heute der Satan und seine Mächte nach Eph.2,2; 6,12 die Welt aus der Luft beherrschen, d.h. aus einer Position, die für den Menschen ohne Gott nicht erreichbar ist. Aus diesem Grund bezeichnen auch einige neuere Bibelübersetzungen böse Geister als kosmische Mächte.


Aus den drei oben beschriebenen Bereichen, in denen der Satan durch den Sündenfall und unsere persönliche Sünde zur Herrschaft gelangt ist, ergeben sich die drei Ebenen unseres Kampfes als Christen: unser Fleisch, die Welt und geistliche Kampfführung, der Kampf gegen satanische Mächte in der unsichtbaren Welt.

Kampf gegen das Fleisch bedeutet Kampf gegen all das, was in uns dem Willen Gottes nicht entspricht.
Als Welt bezeichnet die Bibel das, was auf dieser Erde dem Willen Gottes nicht entspricht.
Geistlicher Kampf ist Kampf gegen Machthaber der Finsternis - Kampf gegen alles, was im unsichtbaren Bereich dem Willen Gottes nicht entspricht.


3. Die drei Ebenen des Kampfes

Wollen wir Reich Gottes bauen, dürfen wir die verschiedenen Ebenen des Kampfes nicht gegeneinander ausspielen. Wir müssen die Kraft des Wortes Gottes in allen drei Ebenen erfahren. Zuerst ist es wichtig im eigenen Leben Sieg über das Fleisch (was sich in uns gegen Gott auflehnt) zu haben, bevor wir die Welt für Gott gewinnen wollen, bzw. große geistliche Schlachten schlagen. Das bedeutet nicht, daß wir erst vollkommen sein müssen, bevor wir das Evangelium weitersagen, oder im Namen Jesu gebieten. Wir müssen uns aber Jesus völlig ausgeliefert haben. Halten wir bewußt bestimmte Bereiche zurück, so haben wir den Feind in den eigenen Reihen - sprich in unseren Gefühlen, Gedanken oder sogar in unserem Wollen, und müssen einen schmerzhaften Zweifrontenkrieg kämpfen, bei dem Satan durch die Anrechte, die wir ihm noch nicht kündigen wollten, immer wieder unsere schwer errungenen Siege in Niederlagen für uns und das Reich Gottes verwandelt.

Ich bin mir sicher: Wenn überall dort, wo geistlicher Kampf in der Vergangenheit geführt wurde, wirklich auch der Sieg in der ersten Ebene gegen das Fleisch errungen wurde; eine gesunde biblische geistliche Kriegführung wäre heute nicht so in Mißkredit geraten. Oft wurde daraufhin auch in erweckten Kreisen "das Kind mit dem Bade ausgeschüttet".

3.1. Der Kampf gegen das Fleisch

Das Fleisch, die Herrschaft der Seele, ist nur mit dem Wort Gottes zu bekämpfen. Ernähren wir unseren Geist regelmäßig und "altersgerecht" mit dem Wort Gottes, wird er immer stärker werden, und die Herrschaft über unsere Seele nehmen. Das heißt konkret: Wird unser Glaube durch das Wort Gottes immer mehr aufgebaut, so wird all unser Denken, Fühlen und Wollen immer stärker von der Beziehung zu Gott geprägt.

Beispiel: Wie hebt man im Meer gesunkene Schiffe oder Schätze? Niemand würde unter Wasser versuchen, das Wasser auszuschöpfen, weil es sofort wieder da ist, solange man sich im gleichen Element befindet. Eine effektivere Methode ist, Luft in gesunkene Schiffe zu blasen, die das Wasser verdrängt, so daß das Schiff zu steigen beginnt
Viele Christen wollen aber ihr Fleisch mit ihren seelischen Möglichkeiten (gute Vorsätze, frommes Äußeres, Einhalten von Gruppennormen) bekämpfen. Was herauskommt, ist höchstens "frommes Fleisch". Wir können nicht mit der Seele gegen die Seele kämpfen, sonst zerfleischen wir uns.
Gal.5,16 ist die einzige Möglichkeit, Herr über das zu werden, was in uns gegen den Willen Gottes
rebelliert.


Auch Christen können "fleischlich" sein (1.Kor.1,2+3). Das heißt, daß sie trotz Wiedergeburt in ihrem Handeln von Gefühlen und Gedanken geleitet werden, die noch nicht vom Geist Gottes entsprechend Röm.12,2 erneuert worden sind.
Es ist für uns wichtig zu wissen, aus welcher Quelle bestimmte Gedanken, Gefühle oder Wünsche stammen. Gerade bei wichtigen Entscheidungen sollten wir immer wieder fragen: Ist dieser Eindruck nun von Gott, oder entstammt er meinen Wunschvorstellungen? Auch hierin hilft uns das Wort Gottes:
...es dringt durch, bis es (unter-)scheidet Seele und Geist... Hebr.4,12


Wir haben bereits gesagt, daß unsere Universalwaffe in allen Ebenen unseres Kampfes das Wort Gottes ist. Hier nun einige Worte Gottes, mit denen wir unser Fleisch erfolgreich besiegen können:

Wir wissen ja, daß unser alter Mensch mit ihm gekreuzigt ist . Röm.6,6

Die aber Christus Jesus angehören, haben ihr Fleisch gekreuzigt, samt den Leidenschaften und Begierden. Gal.5,24

Das Wort Gottes sagt uns etwas sehr Wichtiges. Dein Kampf, den du jetzt führst, wurde bereits vor 2000 Jahren durch Jesus am Kreuz entschieden. Einzige Möglichkeit, den Kampf zu verlieren ist, dieser Botschaft nicht zu glauben. Wie sieht es aber nun in der Praxis aus? Ist mein Fleisch wirklich mit Jesus gestorben, allein dadurch, daß ich diese Tatsache im Glauben für mich annehme?

Könnten wir nicht vielmehr mit Goethe sagen: "Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust" (Faust) oder mit Paulus: "Das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich" (Röm.7,19)? Wir erinnern uns: Unser Kampf ist nur durch Glauben zu gewinnen, und Glauben ist ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht (Heb.11,1).

Wir stellen Gottes Wort gegen Fakten, die wir und andere wahrnehmen können und sagen damit, daß es eine größere Realität, als die wahrnehmbaren Dinge besitzt. Das ist manchmal eine wirklich heiße Sache, und man könnte Christen tatsächlich Realitätsferne vorwerfen, hätte uns Gott selbst nicht immer wieder gezeigt, um wieviel realer die unsichtbaren Dinge sind. Gott hat nicht erst die Schöpfung gestaltet, und dann seine Erklärung dazu abgegeben. Er hat in eine chaotische Welt gesprochen, z.B.: die Erde bringe hervor... und es wurde so.

Unsere Sprache wird Ausdruck unseres Glaubens sein. Wenn wir beginnen mit unserem Reden, dem Wort Gottes über uns und anderen rechtzugeben, auch wenn wir in der Praxis noch keine Veränderungen sehen können, werden wir Veränderungen an uns und anderen erleben. Es ist eine konkrete Entscheidung, die anderen, Gott und uns selber nicht mehr nach dem Fleisch, d.h. nach den Wahrnehmungen unserer Seele zu beurteilen, sondern nach dem, was das Wort sagt (2.Kor.5,16+17).

Unser Reden ist dabei Maßstab unseres Glaubens. Wir müssen lernen, daß das Sichtbare aus Unsichtbaren wurde (2.Kor.4,18), und daß die wirklichen Realitäten im Himmel sind, wir auf der Erde aber immer nur die Auswirkungen sehen.

Beispiel: Wir sagen auch im Sprachgebrauch: Die Sonne geht auf. Trotzdem weiß heute jeder, daß sich die Erde nur um sich selbst dreht. Ohne unser astronomisches Wissen könnte sich das allerdings kaum jemand vorstellen. Im wissenschaftlichen Bereich nehmen wir gern Erklärungen von Menschen an, die ein größeres Wissen als wir haben. Wir haben keine Probleme ihre Meinung, entgegen unseren Beobachtungen als Realität anzusehen. Lernen wir doch neu, ebenso dem Wort Gottes, entgegen unseren Beobachtungen zu vertrauen, und unsere Erfahrungen werden das Wort bestätigen.

Das heißt in unserem Fall speziell: Ich glaube gerade dann, wenn mein alter Mensch sich vor der Welt oder sogar in der Gemeinde als sehr lebendig erwiesen hat, daß er nach Röm.6,6 schon längst am Kreuz gestorben ist. Das ersetzt nicht Wiedergutmachung, erklärt aber Gottes Wort für wahr. Auf diesen Glauben hin wird Gottes Kraft auch im sichtbaren Bereich echte Veränderung schaffen. So wie Jesus nur einmal gekreuzigt werden konnte, kann auch unser alter Mensch nicht "täglich neu gekreuzigt werden", sondern wir müssen täglich neu dem Wort über unseren alten Menschen glauben. An der Vergangenheitsform läßt sich nicht rütteln. Der Sieg über unser Fleisch wird nur durch Festhalten der Tatsache, daß unser Fleisch mit Jesus bereits gekreuzigt worden ist errungen.

3.2. Der Kampf gegen die Welt

Die Welt bezeichnet einerseits die verlorene Menschheit, andererseits den Machtbereich Satans. Wenn Jesus davon spricht, daß Gott diese Welt liebt (Joh.3,16+17), meint er die verlorenen Menschen. Wenn dagegen Johannes davon redet, daß wir nicht die Welt lieben sollen (1.Joh.2,15+16), meint er den Machtbereich Satans, seine Machtstrukturen, Ideologien und Philosophien, mit denen er die Menschen von der Verbindung zu Gott abhalten möchte. Wir stehen also in einem Kampf, in dem wir wie Jesus die Menschen - auch die, die gegen uns kämpfen - lieben, das System mit dem Satan durch diese Menschen herrscht, aber hassen sollen.

Der Kampf mit der Welt beginnt, sobald wir Christ werden, weil wir uns nicht mehr vom Geist dieser Welt leiten lassen. (1.Kor.2,12). Solange ein Mensch bewußt oder unbewußt unter der Herrschaft Satans bleibt, kennt er diesen Kampf nicht (Joh.15,19).

Alles, was Satan durch den Sündenfall zugefallen ist, nutzt er in diesem Kampf. Er kann Menschen gegen die Christen aufhetzen, so wie er es bei Stephanus tat. Ein noch deutlicheres Beispiel ist die Verurteilung Jesu. Menschen, die ihn noch vor kurzer Zeit zum König krönen wollten, schrien nun wie von Sinnen: "Kreuzigt ihn!"
Satan hat auch die Möglichkeit, die Kräfte der Natur gegen die Menschen einzusetzen, Katastrophen herbeizuführen, Krankheitserreger zu züchten, und die Schöpfung negativ zu manipulieren.
Eine der stärksten Waffen Satans sind Philosophien, Ideologien und Religionen, durch welche er die Menschen in Verbindung mit weltlicher Macht betrügt und beherrscht (Kol.2,8).


Wie kämpfen wir nun gegen die Welt?
Lenin sagte einmal (sinngem.): Die Christen besitzen die stärkste Waffe - die Liebe. Sie gebrauchen sie nur so wenig. Die Bibel sagt: Die Liebe ist stärker, als der Tod. Die Angst vor dem Tod ist das stärkste Druckmittel der Welt. Darum beweist der Glaube gerade in Gebieten, wo Christenverfolgung herrscht, seinen Sieg über diese Welt am deutlichsten. 1.Joh.5,4


Wie kämpfen wir aber gegen die Machtstrukturen Satans: Ideologien, Philosophien, falsche Religiosität?

Denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören. Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den Gehorsam gegen Christus. 2.Kor.10,4+5

Eines der wichtigsten geistlichen Schlachtfelder sind die Gedanken der Menschen. Auch wir Christen müssen uns durch den Heiligen Geist immer wieder unsere Sinne (geistliches Wahrnehmungsvermögen) erneuern lassen (Röm.12,2), um nicht der Welt gleichgeschaltet zu werden. Durch solche “Gleichschaltungen” ist es dem Satan möglich, über große Menschenmassen zu herrschen.
Wir in der westlichen Welt erleben heute eine solche “Gleichschaltung” unter dem wohlklingenden Wort Humanismus. Diese menschen- und gottverachtende Lehre versucht unter dem Deckmantel des Pluralismus die Christenheit geistlich zu vernichten. Es wird alles toleriert (jede Sünde), nur nicht die Verkündigung Jesu als einzigen Weg zu Gott. Überredung zur Tötung Ungeborener (Abtreibung) wird nicht geahndet, wohl aber, wenn man das Kind beim Namen nennt - Mord an Ungeborenen.


Was sind nun die Waffen, welche Gedankenfestungen (ein Bild für Ideologien, Philosophien und falsche Religionen) zerstören können?
Das Wort Gottes, die Zeichen, die das Wort als Wahrheit bestätigen, der Name Jesu in Vollmacht gebraucht, das Blut Jesu und der Lobpreis Gottes. Wie bei Elia auf dem Berg Karmel 1.Kön.18, wird der Heilige Geist das Wort Gottes immer wieder bestätigen, und damit die Kraftlosigkeit anderer Worte, Philosophien, Religionen und Ideologien offenbaren. Während Ideologien, Philosophien und Religionen immer nur einen Bereich des Menschen ansprechen, wird die Liebe, die uns aus dem Wort Gottes entgegenstrahlt, immer das Zentrum des Menschen treffen.


Beispiel: In meiner Studienzeit geriet ich in eine Gruppe von Christen, die mir durch verschiedene Argumente einzureden versuchte, daß das Sprachengebet vom Teufel sei. Sie füllten meine Gedanken mit, wie es mir damals schien, biblischen Belegen, so, daß ich den charismatischen Bibelkreis, der meine geistliche Heimat war, unbedingt davor warnen wollte. Auf meine Ängste und Warnungen, die ich verbreitete, reagierten sie jedoch nicht mit endlosen theologischen Diskussionen, sondern mit Liebe und Annahme meiner Person. Das verwirrte mich. Ich begann mir meine Argumente genau zu besehen. Gott schenkte mir Bibelstellen, die mir klar machten, daß diese Theologie der Angst nicht von ihm kommt und mit seinem Wort unvereinbar ist. Nun erkannte ich auch die Lüge dahinter.

Ich weiß nicht, ob ich durch Argumente allein meine Meinung geändert hätte. Erst die Liebe der Geschwister überzeugte mich im tiefsten Herzen. Liebe ist immer stärker, als Denkgebäude und Verstandesfestungen, weil sie den ganzen Menschen trifft. Selbst Kommunisten, Zeugen Jehovas oder Satanisten können dadurch freigesetzt werden, wenn sie wirklich suchend sind.

Natürlich wird Satan immer wieder versuchen, uns mit Verlockungen und Bedrohungen der Welt gleichzuschalten (Röm.12,2), damit die Menschen in der Welt nicht merken, daß er bereits besiegt ist. Wenn wir aber an Jesus als den Sohn Gottes glauben, dem alle Gewalt gegeben ist, im Himmel, wie auf Erden, so überwinden wir die Welt, obwohl wir noch mittendrin leben, denn ...unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. 1.Joh.5,4

Folgende Worte helfen uns dabei, unseren Glauben an den Sieg Jesu, und damit an unserem Sieg über die Welt zu stärken: In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden. Joh.16,33b
...das Wesen dieser Welt vergeht. 1.Kor.7,31b
Es sei fern von mir, mich zu rühmen, als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch den
mir die Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt. Gal.6,14

Zwar werden wir in diesem Leben Satan die Herrschaft über die Erde und ihre Bewohner nicht völlig streitig machen können, wir aber sind mit Jesus seinen Herrschafts - und Machtstrukturen gestorben. Weder seine Verlockungen, noch seine Bedrohungen oder negative Lebensumstände werden uns aus Gottes Hand reißen können. Lies dazu Röm.8,34-39!

Freundschaft mit Gott und der Welt schließen einander aus. Darum ermahnt Jakobus eindringlich:

Ihr Abtrünnigen, wißt ihr nicht, daß Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, wird Gottes Feind sein.Oder meint ihr, umsonst sage die Schrift: Mit Eifer wacht Gott über den Geist, den er in uns hat wohnen lassen? Jak.4.4+5

Der Geist Gottes in uns ist die einzige Garantie für unseren Sieg über die Welt.

Kinder, ihr seid von Gott und habt jene überwunden; denn der in euch ist, ist größer, als der, der in der Welt ist. 1.Joh.4,4

3.3. Kampf gegen satanische Mächte

Satanische Mächte können auf dieser Erde, in dämonisierten Menschen, wie auch aus der Luft heraus agieren. Wenn Jesus seinen Jüngern in Luk.10,19 Autorität über alle Gewalt und Macht des Feindes gibt, erwartet er auch, daß seine Jünger diese Autorität gebrauchen. Die Bibel erklärt die Luft als Wirkungsbereich Satans und seiner Mächte (Eph.2,2). Das Reich des Satans ist eine örtlich und funktionell gegliederte Hierarchie.

Die Großen dieses Reiches herrschen aus der Luft, das “Fußvolk” ist auf der Erde beschäftigt. Haben wir nun die Autorität über alle Gewalt des Feindes, so bezieht sich unser Kampf auch auf Satan selbst und seine Oberen. Das Mittel dieses Kampfes ist das Gebet. Im Himmel ist dieser Kampf entschieden. Satan ist Verlierer. Er ist bereits gerichtet. Warum darf er aber auf der Erde noch immer als Fürst der Welt herrschen? Warum braucht uns Gott in diesem Kampf?

Er möchte sehen, ob uns wirklich an der Ausbreitung seines Reiches liegt, oder ob wir nur von den negativen Folgen der Herrschaft Satans erlöst werden wollen. Viele Menschen wollen nur von Krankheit und seelischem Druck frei werden. Wenn es aber darum geht, gegen die Feinde Gottes in der unsichtbaren Welt anzugehen, ziehen sie sich zurück.

Satan ist nicht nur unser Feind, wenn er uns bedrückt oder beraubt. Wir müssen erkennen, daß er uns immer haßt, schon weil wir Geschöpfe nach dem Bild Gottes sind. Er haßt die Satanisten, wie die Christen, nur haben es die einen noch nicht erkannt. Schon im AT erwartete Gott, daß die Verantwortlichen des Volkes die Feinde Gottes auch als ihre Feinde betrachteten. Saul wurde verworfen, weil er nicht den Bann an Agag und den Amalekitern vollstreckt hatte (1.Sam.15). Ahab wurde verworfen, weil er Ben- Hadat, auf dem der Bann Gottes lag, nicht tötete, nachdem Gott ihn zweimal aus dessen Hand gerettet hatte.

Nachdem Gott die bedrohliche Situation für Israel gewendet hatte, nennt Ahab den Feind Gottes sogar Bruder (1.Kön.20,32+42). Ganz anders David: Nachdem er von Gott Rettung erfahren hat (Ps.18,7), ist es sein Anliegen, die Feinde Gottes endgültig zu vernichten (Vers 38+39). Wir haben es mit einen Feind zu tun, der uns besiegt, wenn wir ihn nicht besiegen. Mit ihm gibt es keine friedliche Koexistenz. Alle seine Angebote und Verlockungen sind kluge Berechnung, um uns am Schluß zu vernichten. Deshalb ließ sich Jesus auf keines seiner Angebote ein (Matth.4,8-11). Für ihn war Satan der Feind Gottes, und damit sein Feind. Selbst das Angebot, Herr über die ganze Welt zu sein, überzeugte Jesus nicht davon, daß Satan ihm Gutes tun wolle - er durchschaute seine Taktik.

4. Geistlicher Kampf

Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht an die Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnt gegen die listigen Anschläge des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren dieser Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. Eph.6,10-13

In diesen Versen werden uns wichtige Hinweise gegeben:

1. Gott hat uns mit seiner eigenen Macht und Autorität für diesen Kampf ausgerüstet. Eph.1,19-23 redet von der Größe dieser Macht. Sie schließt Autorität über genau diese Dämonenfürsten ein, die uns in Eph.6,12 genannt sind. Außerdem redet sie davon, daß alle diese Mächte unter die Füße Jesu getan werden sollen. Die Gemeinde ist sein Leib (Eph.1,23), die Füße Bild für diejenigen, die mit der Welt Kontakt haben. Eben unter diesen Füßen ist der Platz, den Gott für Satan bestimmt hat. An diesen Platz wird er ebensowenig freiwillig gehen, wie das Volk Israel freiwillig ins Land Kanaan gelassen wurde. In Jesus ist der Geringste in der Gemeinde dazu berufen, den Satan unter seine Füßen zu treten (Röm.16,20). Gott gab uns Autorität über Mächte und Gewalten, damit wir sie gebrauchen.

2. Gott hat uns mit einem vollkommenen Schutz ausgerüstet. Er weiß, daß wir ohne Waffenrüstung nicht bestehen können. Gott gibt uns diese Rüstung in der Hoffnung, daß wir sie im Kampf einsetzen. Auf die einzelnen Teile dieser Rüstung kommen wir noch zu sprechen. Hier nur soviel: Die Rüstung des römischen Soldaten machte ihn im Verband mit anderen Kämpfern unantastbar. Eine schwache Stelle hatte sie jedoch - das war der Rücken. Jesus verheißt uns Sieg, solange wir Satan nicht den Rücken zudrehen und fliehen. Nicht wir, sondern der Teufel soll fliehen (Jak.4,7)! Menschen, die dem Teufel keinen Widerstand entgegensetzen, werden ihn nie von hinten sehen!

3. Wir haben zu kämpfen. Als Jesus am Kreuz rief: ”Es ist vollbracht!” war es auch vollbracht. Einen Teil des Kampfes allerdings hat uns Jesus noch übriggelassen - den besiegten Feind in seiner Autorität gefangenzunehmen und den Platz unter Jesu Füßen anzuweisen. Übernehmen wir diesen Part, so zeigen wir der unsichtbaren Welt, daß wir auf keinem Fall mehr unter der Herrschaft Satans leben wollen. Wer gegen Satan, seine Mächte und Gewalten bewußt kämpft, bezeugt vor der unsichtbaren Welt: Ich will nie mehr unter dieser Herrschaft leben!

4. Wir haben zu kämpfen! Dieser Kampf ist einerseits Auftrag, andererseits Überlebenskampf unseres neuen Menschen. Wir sind in einen Kampf hineingeboren, wir können uns nicht aussuchen, ob wir kämpfen wollen, sondern nur gegen wen.

5. Geistlicher Kampf bedeutet mehr als eine Formel zum Binden bestimmter Mächte zu sprechen. In Matth. 18,18 wird uns verheißen, daß alles, was wir auf der Erde binden werden, im Himmel gebunden sein wird. Das ist aber nur die Kriegserklärung, nicht der Kampf selbst. Die Erfahrung und das Zeugnis der Bibel zeigen uns, daß nach der Kriegserklärung (Vers11) listige Angriffe des Satans folgen, in denen unser Widerstand gefragt ist. Bei Jesu Versuchung verließ ihn der Teufel erst nach der dritten Probe. Solange ließ Gott zu, daß Jesus versucht wurde.

6. Deshalb ergreift die Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag Widerstand leisten und alles überwinden und das Feld behalten könnt. Eph.6,13 Dieser Vers zeigt uns, daß wir mit dem Binden der Mächte in der Autorität Jesu bereits feindliches Territorium eingenommen haben. Wir müssen aber mit einem von Gott zugelassenen Gegenangriff rechnen. Erst wenn wir diesem Gegenangriff unseren Widerstand entgegensetzen, wird der Teufel fliehen (Jak.4,7) und wir behalten das Feld, welches wir durch die Proklamation entsprechend Matth.18,18 bereits erobert haben. Der böse Tag ist also von Gott zugelassen. Er hat uns darauf vorbereitet und dazu ausgerüstet.

7. Das Reich des Satans ist ein durchorganisiertes, hierarchisch geordnetes Reich. In Eph.6,12 werden uns genannt: Mächte, Gewalten, Weltbeherrscher der Finsternis, Geister der Bosheit in der Himmelswelt. In Kol.1,16 lesen wir von Thronen, Herrschaften, Mächten und Gewalten. Wenn die Bibel von Vertretern des Reiches Satans in der Himmelswelt spricht, stellt sie uns meist eine Gruppe satanischer Engel vor: Mächte und Gewalten, so in Kol.2,10+15, Eph.1,21 / 3,10 /6,12, in Röm.8,38 und in 1.Petr.3,22. Aus Dan.10,12-14+20 können wir entnehmen, daß den sichtbaren politischen Reichen dieser Welt unsichtbare dämonische Verantwortungsbereiche zugeordnet sind. Diese sind klar abgegrenzt und haben zum Ziel, ganze Völker von Gott, und ihrer Berufung im Plan Gottes fernzuhalten.

Aber nicht nur über Völkern gibt es satanische Verantwortungsbereiche. Auch über Philosophien, Weltanschauungen und Religionen. Wie Schachfiguren setzt Satan die verschiedenen Mächte ein, um die Menschen durch seine Denkschemen zu binden, auch wenn diese scheinbar im Widerstreit miteinander liegen. Taktik Satans ist es, falsche Fronten zu inszenieren, um die wahre Front zu vertuschen. Falsche Feindbilder sollen den Menschen für den wahren Feind blindmachen. Religionen, Völkerschaften, Weltanschauungen liegen miteinander in einem Kampf der für die jeweilige Menschengruppe der entscheidende zu sein scheint. Erst wenn es gegen Jesus, die Gemeinde, oder das Volk Israel geht, vereinen sich die scheinbar auf ewig verfeindeten Richtungen. Beispiel: Herodes und Pilatus Luk.23,12. In der Weltgeschichte gaben sich trotz gewaltiger Auseinandersetzungen ganzer Reiche und Systeme doch die Mächte und Gewalten nur die Staffel weiter.

Wir haben den Zusammensturz des Kommunismus miterlebt. Ohne Gebet der Christen werden die Mächte des Humanismus und später einer neuen religiösen Vermischung dieselbe Aufgabe mit angepaßteren Mitteln weiterführen. Die Herrschaft Satans gleicht einer Show, bei der verschiedene Künstler auftreten, der letzte Titel aber noch einmal von allen gemeinsam gestaltet wird. Das Meisterstück satanischer Herrschaft wird die Welt nach der Entrückung der Gemeinde in einer gemeinsamen Herrschaft aller antichristlicher Religionen und Philosophien erleben.

Aber der satanischen Hierarchie entsprechend, stehen auch göttliche Engel bereit, die Herrschaft Gottes auf dieser Erde durchzusetzen, allerdings nur, wenn Christen beten. Aus Dan.10 lernen wir, wie wichtig Gebet ist. Auf das Gebet Daniels hin konnte Michael, der Engelfürst des Volkes Israel aktiv werden und gegen die Mächte kämpfen, welche die Welt beherrschen würden. Unser Gebet rechtfertigt den Einsatz himmlischer Heere, um die Mächte und Gewalten des Satans zu vertreiben. Wenn wir unsere Autorität nach Luk.10,19 in Anspruch nehmen, wird der Himmel aktiv, was zur Folge hat, daß Gottes Herrschaft auch auf dieser Erde sichtbar wird. Nehmen wir diese Autorität nicht in Anspruch, sind Gott die Hände gebunden, gegen Mächte und Gewalten auf der Erde vorzugehen. Gebet und Fasten einer kleinen Gruppe von Christen in England bewirkte eine Wende im II.Weltkrieg.

Gebet und Fasten von englischen Christen bewirkte den Tod Stalins, nachdem dieser ein Dekret zur Vernichtung der Juden in der damaligen SU erwirkt hatte. Gebet bewirkte den Fall des Kommunismus. Gebet in der uns verliehenen Autorität ist der Schlüssel im Kampf gegen satanische Mächte in der Himmelswelt. Es bekämpft Satan nicht aus einer Stellung der Unterlegenheit - er in der Himmelswelt, wir auf der Erde - sondern wir nehmen unseren Platz im Himmel an der Seite Jesu ein (Eph.2,6), obwohl unser Leib noch auf dieser Erde ist. Sind wir in Christus, d.h. in Verbindung mit ihm, so sind wir dem Teufel weit überlegen. Wichtig im geistlichen Kampf ist, daß ich gegen diejenigen satanischen Mächte kämpfe, die den Bereich kontrollieren wollen, in dem ich auch geistliche Autorität besitze. In den Bereichen, in denen uns Gott geistliche Verantwortung gegeben hat, sind wir auch geschützt.

5. Befreiungsdienst

Dämonisierte Menschen gab es zu allen Zeiten. Jesus trieb die Dämonen durch den Geist Gottes aus und erklärte die Befreiung von Dämonen zum Zeichen des Reiches Gottes. Matth.12,28
Die Austreibung böser Geister gehört nach Mk.16,17 zu den Zeichen, die denen folgen, die da glauben. Das heißt, Dämonenaustreibung ist nicht eine besondere Gabe, sondern ein Wirken des Heiligen Geistes in jedem, der da glaubt. Natürlich gibt es Seelsorger, die dazu eine besondere Berufung und entsprechende Erfahrung haben. Auch ist es besser, erste Erfahrungen auf diesem Gebiet mit Christen zu machen, die bereits Erfahrung in der Praxis des Befreiungsdienstes haben.
Befreiungsdienst ist allerdings niemals nur eine erlernbare Praxis, sondern setzt immer wieder neu ein beständiges Hören auf das Reden Gottes voraus. Schließlich haben wir es hier mit einer Konfrontation von gefallenen intelligenten Wesen mit dem Geist Gottes zu tun.


Es gibt mehrere Stufen der Dämonisierung. Das beginnt beim Umlagertsein von unreinen Geistern. Man spürt eine Fremdsteuerung in manchen Teilbereichen seines Lebens, die sich z.B. so auswirken kann, daß betroffene Menschen plötzlich zu Brutalitäten und Perversionen, Mord- oder Selbstmordgedanken fähig sind, die sonst ihrem Wesen überhaupt nicht entsprechen. Sind sie wieder aus dem Einflußbereich der unreinen Geister heraus, sind sie oft erschüttert und schockiert über sich selbst. Auch plötzliche psychisch nicht erklärbare Ängste und psychosomatische Krankheiten können Folge der Umlagerung unreiner Geister sein.
Eine nächste Stufe ist die ständige Besetzung von Teilen unserer Seele. Chronische Zwänge, auffällige Charakterveränderungen, ständiger Einfluß der unreinen Geister auf Denken, Fühlen und Wollen, Umkehrung des Empfindens von schön und abstoßend, Todessehnsucht u.v.m. sind typisch für diese Stufe. Die dritte Stufe ist, was wir in der Bibel unter dem Begriff Besessenheit finden (Mk.5,1-20). Dabei sind nicht nur seelische Anteile unter Kontrolle dämonischer Mächte, sondern auch der Geist des Menschen.


Hier stellt sich die Frage: Wenn der Geist des Menschen erst durch die Wiedergeburt lebendig wird, wie können dann Dämonen darin wohnen?
Unser Geist ist die "Schnittstelle" zur Transzendenz, zur unsichtbaren Welt. Er kann nur durch Jesus, der selber das Leben ist, wieder zum Leben erweckt werden. Trotzdem ist es den Menschen möglich über ihren toten Geist Kontakt mit der unsichtbaren Welt des Satans und seiner Dämonen aufzunehmen (siehe 1.Mose 6,1-4).


Die oben gezeigten Stufen sind nur eine willkürliche Einteilung. Eine Steigerung der Aktivitäten unreiner Geister kann man allerdings feststellen, entsprechend der uns bekannten Ordnung der Persönlichkeitsanteile Leib, Seele, bestehend aus Fühlen, Denken Wollen, und dem Geist des Menschen. Haben Krankheitsmächte (Herrschaft über Körperfunktionen) noch relativ geringe Auswirkungen auf die Umwelt, so haben Mächte, welche die Gefühlswelt eines Menschen beherrschen (Depressionen, Ängste) schon einen größeren Wirkungskreis. Mächte, die das Denken beherrschen, können über Philosophien und Ideologien, über Trends und Gruppennormen riesige Menschengruppen beherrschen. Viele ideologische Lehren, wie Kommunismus und Faschismus sind Gedankenprodukte von Menschen, die nachweislich in Kreisen verkehrten, in denen der Kontakt zu Dämonen gesucht wurde.

Je mehr der Wille des Menschen den satanischen Mächten ausgeliefert ist, um so größer ist der Einfluß und die Macht, die diese Mächte den Menschen übertragen. Hitler, der in der ersten Kriegshälfte gehorsam den Anweisungen der Geister folgte, ist dafür das beste Beispiel.
Der Direktkontakt den ein Besessener mit Satan und seinen Dämonen über den toten Geist eines Besessenen hat, schaltet den Willen der menschlichen Persönlichkeit teilweise aus, und ist deshalb für die Dämonen die effektivste Form der Herrschaft. Die ausgeprägteste Form dieser Herrschaft werden wir beim kommenden Antichristen finden.


5.1. Fragen zum Befreiungsdienst

Kann Satan den Willen eines Menschen so sehr beherrschen, daß dieser nicht mehr zu Gott kommen kann?

Das biblische Beispiel des besessenen Geraseners in Mk.5 zeigt uns, daß auch dann, wenn ein Mensch völlig besessen ist, d.h. auch der Wille des Menschen von Dämonen beherrscht wird, eine Willensentscheidung für Jesus möglich ist. Diese Entscheidung kann Satan keinem noch so besessenen Menschen verwehren. Es heißt ausdrücklich, daß der besessene Gerasener Jesus entgegenlief. Sicher hatten die Dämonen kein Interesse, Jesus zu begegnen, und ausgetrieben zu werden. Sie hatten aber in diesem Augenblick keine Macht diesen Menschen zu halten.

Sollten wir den Befreiungsdienst immer vom willentlichen Einverständnis des zu Befreienden abhängig machen?

Generell ja! Wenn jeder, noch so belastete Mensch, die Freiheit hat, zu Jesus zu kommen, ist die Willensentscheidung für einen Befreiungsdienst durch das Blut Jesu und die Kraft des Heiligen Geistes unerläßlich. Geschieht keine Annahme der Vergebung durch das Blut Jesu und kein Ausfüllen der von Dämonen verlassenen Bereiche der Persönlichkeit durch den Heiligen Geist, so können die unreinen Geister mit Verstärkung wiederkehren (Matth.12,43-45). Außerdem können sich die befreiten Personen, ihre Angehörigen oder Personen aus ihrem Umfeld gegen uns richten, wenn die Personen, die Befreiung erfahren haben, nicht völlig dahinterstehen (Matth.7,6 / Apg.16,16-28).

Kann ein Christ dämonisch belastet sein?

Aus eigener seelsorgerlicher Erfahrung mußte ich feststellen, daß auch geisterfüllte Christen dämonisch belastet sein können. Es ist möglich, daß Dämonen noch körperliche oder seelische Anteile der Persönlichkeit eines Christen kontrollieren, während der Heilige Geist im wiedergeborenen Geist des Menschen wohnt. Niemals kann jedoch der wiedergeborene Geist eines Christen vom Satan besetzt sein, das bedeutete den ewigen Tod. Aus diesem Grund starb der Geist des Menschen am gleichen Tag des Sündenfalls. Öffnet ein wiedergeborener Christ seinen Geist den Dämonen und weist damit dem Heiligen Geist die Tür, so kann er in Ewigkeit nicht mehr errettet werden, er hat die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen, für die es keine Vergebung mehr gibt (Matth.12,31+32 / 1.Joh.5,16 / Hebr.6,4-6 / 10,26+27). In Kol.3,5 ermahnt Paulus Gläubige! die Habsucht, die Götzendienst ist, zu töten (in den Tod Jesu zu geben). Nach 1.Kor.10,19+20 ist aber Götzendienst (=Habsucht) Gemeinschaft mit Dämonen.

Woran erkennt man eine dämonische Belastung?

Jesus ist nicht auf dieser Erde umhergegangen und hat Dämonen aufgestöbert. Die Dämonen mußten sich selbst, oft sehr lautstark zu erkennen geben. Das Anliegen des Satans und seiner Dämonen ist es unentdeckt zu bleiben. Das Wort okkult heißt übersetzt "verborgen", ein Hinweis auf das Wirken finsterer Mächte. Besonders in unserer aufgeklärten westlichen Welt sind viele Krankheitsbilder, Charakterdeformationen und unerklärliche Zustände auf dämonische Aktivitäten zurückzuführen. Umgekehrt muß man sich hüten, hinter jeder unnormalen Reaktion sofort einen Dämon zu sehen. Teilweise erkennen die betroffenen Personen selber eine Fremdsteuerung ihrer Persönlichkeit. In der Gegenwart des Heiligen Geistes werden wir in Zukunft mit Gewißheit mehr Offenbarungen unreiner Geister erleben, als das in der Vergangenheit der Fall war.

Die stärksten Äußerungen werden immer in einem Gottesdienst, im Lobpreis, während des Wirkens des Heiligen Geistes durch Geistesgaben, oder in anderen besonders gesalbten Versammlungen auftreten, da nach Matth.12,28 finstere Mächte allein durch die Kraft des Heiligen Geistes ausfahren.

5.2. Einfallstore

Einfallstore für Dämonen sind:
1. Okkultschuld und okkulte Praktiken,
2. bestimmte Tatsünden
3. Faktoren der Vergangenheit in der Familienvorgeschichte
4. Flüche

zu 1.: Okkulte Praktiken sind Gott ein Greuel, er zieht sich zurück, der Mensch ist den finsteren Mächten gegenüber schutzlos ausgeliefert. Zu diesen Praktiken gehören: Astrologie, Horoskope, Kartenlegen, Handlinienlesen, Wünschelrutengehen, Pendeln, Besprechen, das Aufsuchen von Wahrsagern, Umgang mit Hexen und Zauberern, Spiritismus (Totenbefragung), Tischerücken, Gläserrücken, Zeichendeuterei, Tageswählen (13.), Beschwörungen, Schutzbriefe, Magnetisieren, Beschäftigung mit fernöstlicher Religion, Yoga, Akkupunktur, z.T. auch Autogenes Training, Geistheilungen, Geisterglaube (Amulette), Beachten von Hufeisen, harmlos erscheinender Aberglaube, Glaube an Glücks- oder Unglücksbringer, weiße Magie, schwarze Magie, Satanismus, Gebrauch der Satansliteratur, 6. & 7. Buch Mose, mysteriöse heidnische Kulthandlungen, Schamanismus, Taoismus, Lehre des Konfuzius, Hinduismus, Buddhismus, Animismus, Religionen vieler Ureinwohner.

Ein weiteres Gebiet okkulter Praktiken kommt uns sehr gut getarnt in der Kunst entgegen. Musik aller Genres und Stilistiken kann satanisch inspiriert sein. Okkulte Filme und Videos sind heute ein weiterer vielgenutzter Einstieg für Dämonen. Das Beschäftigen mit okkulten Praktiken zieht mit großer Wahrscheinlichkeit eine dämonische Belastung nach sich.

zu 2.: Tatsünden, durch die Dämonen Eintritt gewährt wird sind Mord, besondere Brutalitäten, Abtreibung, sexuelle Perversionen, Pornografie, praktizierte Homosexualität, Unzucht, Hurerei, Inzest, Drogenkonsum, aber auch fortgesetzte Charakterhaltungen, wie Unvergebenheiten (nicht vergeben wollen), Lüge, Diebstahl, Betrug und alle Formen der Selbsterlösung gehören in diese Rubrik. Tatsünden müssen benannt, wenn möglich wiedergutgemacht werden, um die Einfallstore zu verschließen. Bei allen diesen Sünden ist zu beachten, daß sie nicht zwangsläufig eine Dämonisierung nach sich ziehen müssen, aber potentielle Einfallstore für Dämonen sind.

zu 3.: Familienvorgeschichte - Gott sagt selber, daß er bestimmte Sünden bis ins dritte und vierte Geschlecht hinein ahnden wird. Auffälligkeiten in der Familiengeschichte wie früher Tod, überdurchschnittliche Scheidungsrate, Selbstmord in jeder Generation, wiederkehrende Krankheiten lassen unter Umständen auf Sünden (oft Okkultsünden) der Vorväter schließen. Stellvertretende Buße und Lösung von den Eltern und Großeltern machen solchen Auffälligkeiten in der Familie ein Ende.

zu 4.: Flüche sind negativer Glaube für die verfluchte Person. Sie geben Satan Aktionsmöglichkeiten. Die Erfahrung zeigt, daß Flüche um so wirksamer werden, je mehr man ihnen glaubt und je mehr die verfluchte Person unter dem Autoritätsbereich des Fluchenden steht, bzw. je mehr geistliche Kräfte der Fluchende hat. Flüche können im Namen Jesu gebrochen werden, weil Jesus zum Fluch für uns geworden ist. Wer aus der Gerechtigkeit Gottes lebt, ist gegen Flüche geschützt (Spr.26,2).

5.3. Begleiterscheinungen beim Befreiungsdienst

Dämonen können unter großem Geschrei hörbar ausfahren. Andere Begleiterscheinungen können unangenehme Gerüche, Erbrechen, Husten, Niesen, Sprechen mit völlig anderer Stimme (hier wird der Unterschied zwischen dem Dämon und der besetzten Person besonders drastisch deutlich), Tierlaute, Winseln u.v.m. sein. Auch körperliche Reaktionen (Hingeworfenwerden, Gewürgtwerden) können Begleiterscheinungen des Befreiungsdienstes sein.

5.4. Auftrag zum Befreiungsdienst

Jesus sandte seine Jünger mit dem Auftrag, zu heilen, Dämonen auszutreiben und Tote aufzuerwecken. Lies Matth.10,1+8 / Luk.10,17+19 / Luk.9,49 / Mk.16,17 / Joh.14,12 ! Er gab ihnen dazu alle Vollmacht.

K.Hagin berichtet in einem seiner Bücher von einer Vision, in der er mit Jesus sprach. Plötzlich kam ein Dämon, machte Krach und vernebelte die Sicht, so daß er Jesus nur noch schwer verstehen konnte. Als es ihm zu viel wurde, gebot er dem Dämon, zu gehen. Winselnd verschwand der Dämon. Er fragte Jesus, warum dieser Dämon ihr Gespräch so lange stören konnte. Jesus sagte ihm, daß er den Dämon nicht vertreiben könne, das müsse er schon selber tun.
Wenn Gott Vollmacht abdelegiert, dann erwartet er auch, daß wir unseren Auftrag ernst nehmen. Das Wissen um den Auftrag zum Befreiungsdienst stärkt unseren Glauben an die uns verliehene Autorität. Für Jesus ist der Satan kein Problem mehr, er hat ihn besiegt. Wollen wir diesen Sieg unter uns erleben, müssen wir im Glauben an den Sieg Jesu und die uns verliehene Autorität gegen die Mächte der Finsternis angehen.


5.5. Unser Schutz beim Befreiungsdienst

Haben wir einen Auftrag zum Befreiungsdienst, so gibt uns Jesus auch einen hundertprozentigen Schutz dazu. Unvergebene Sünde allerdings macht diesen Schutz wirkungslos.
Satan wird uns immer an unseren Schwachstellen anzugreifen versuchen. Wir müssen diese Stellen kennen und sie besonders unter das Blut Jesu stellen. Ebenso sollten wir unsere Familie unter den besonderen Schutz Gottes stellen. Satan fürchtet das Blut und den Namen Jesu so sehr, daß er diejenigen nicht antasten wird, die sich damit schützen.
Wichtig ist, die Mächte des Satans nie zu unterschätzen, aber immer die Gewißheit zu haben, daß wir es mit einem besiegten Feind zu tun haben.


6. Die geistliche Waffenrüstung

Das bewußte Anlegen der Waffenrüstung Eph.6,10-18 und das Wissen unserer Autorität über den Satan und seine Dämonen sind wichtige Voraussetzungen zu diesem Dienst.

Wer von Gott geboren ist, den bewahrt er, und der Böse tastet ihn nicht an. 1.Joh.5,18

In einer Rüstung spürt man zwar die Schläge des Feindes, wird jedoch nicht verletzt. Man ist unantastbar. Wir werden aufgefordert, die gesamte Waffenrüstung anzulegen. Dazu gehören folgende Ausrüstungsteile:

1. Der Gürtel der Wahrheit - Jesus und sein Wort ist die Wahrheit, Satan der Vater der Lüge. Wenn wir die Lüge in unserem Leben nicht ablegen, werden wir im Kampf immer stolpern und fallen. Ohne Gürtel behindert die Kleidung des Kriegers mehr, als sie schützt. Außerdem sind am Gürtel Ausrüstungsgegenstände und Waffen befestigt. Nur wer den Gürtel der Wahrheit anhat, hat die Hände zum Kampf frei, denn die Wahrheit wird uns freimachen (Joh.8,32), auch von uns selbst.

2. Der Panzer der Gerechtigkeit - Nur das Wissen, daß ich allein durch Jesu Blut gerecht bin schützt mich vor den Anklagen des Teufels. Diese Anklagen sollen unser Innerstes treffen, unser Herz und die inneren Organe, vergleichbar mit unseren Gedanken und Gefühlen. Trifft uns Satan mit Selbstanklagen ins Herz, so braucht er uns nicht zu fürchten. Wir sind nach 1. Joh.3,19-22 für ihn nicht mehr gefährlich, weil bedingt durch unseren Unglauben, unsere Gebete nicht erhört werden.

3. Schuhe der Bereitschaft, das Evangelium zu verkündigen - In jedem Kampf ist die Einsatzbereitschaft ein wichtiger Faktor. Der Heilige Geist kann uns nur an unsere Einsatzorte abdelegieren, wenn wir die richtigen Schuhe anhaben. Damit sind wir für Gott flexibel. Die andauernde Bereitschaft, das Evangelium zu verkündigen ist ein sicherer Schutz gegen Angriffe auf unsere Person, denn auch in der geistlichen Welt gilt: Angriff ist die beste Verteidigung!

4. Der Schild des Glaubens - Der Glaube an den bereits errungenen Sieg hat die Fähigkeit, Angriffe des Satans, die uns verletzen oder unser geistliches Leben auslöschen sollen abzuwehren. Die Waffen des Feindes sind feurige Pfeile, er scheut die direkte Auseinandersetzung und schießt aus der Entfernung. Im Nahkampf verliert diese Waffe ihren Wert. Das heißt: Fürchten wir uns nicht vor den Pfeilen des Teufels, sondern gehen ihm mutig entgegen, sind wir ihm überlegen, denn wir besitzen das Schwert des Wortes Gottes.

5. Der Helm des Heils - Der entscheidende Kampf findet in unserer Gedankenwelt statt. Sie wird am besten geschützt, indem wir die Hoffnung festhalten. Ziel und Inhalt dieser Hoffnung ist der Sieg Jesu auf dieser Erde, unsere Berufung und die ewige Gemeinschaft mit Gott. Unsere Vision (Hoffnung) bestimmt unser Denken. Unser Denken bestimmt unsere Reaktionen, auch während des Kampfes. Ist unser Denken aus Angst wie gelähmt, können wir nicht entsprechend reagieren.

6. Das Schwert des Wortes Gottes ist unsere einzige Angriffswaffe. Das Wort Gottes hat deshalb die Fähigkeit, den Teufel vernichtend zu schlagen, weil der Teufel bereits gerichtet ist Joh.16,11. Schriftstücke eines Richters oder Staatsanwaltes haben für den Verurteilten bindende Wirkung - er kann toben oder schreien, letztlich muß er sich der Autorität dieser geschriebenen Anordnungen beugen. Diese Anordnungen geben auch den Bediensteten des Justiz Vollmacht, den Verurteilten in Handschellen abzuführen.

Das Wort Gottes ist eine völlig andere Waffe als die Pfeile Satans. Wir müssen deshalb dem Teufel unsere Kampfweise aufzwingen, um zu siegen. Gott hat uns keinen Bogen, sondern das Schwert gegeben. Wir können den Teufel nur überwinden, wenn wir mit dem Schwert kämpfen. Dazu müssen wir zu seinen Verstecken vordringen, unser Kampf ist Angriff, nicht nur Verteidigung! Aus der Ferne werden wir ihn nicht besiegen.

Jesus spricht: Seht, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und Skorpione (Bilder für Dämonen), und Macht über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch schaden. Luk.10,19

Zusammenfassung:

Jeder Christ ist mit Beginn seines Christseins in einen Kampf hineingestellt. Dieser Kampf spielt sich in drei Ebenen ab: Kampf gegen das Fleisch, Kampf gegen die Welt, und der Kampf gegen finstere Mächte, einerseits in der Luft und andererseits in Menschen. Sieg haben wir nur, wenn wir im Vertrauen auf den am Kreuz errungenen Sieg Jesu kämpfen. Durch uns wird dieser Sieg auf der Erde offenbar.

Fragen zum Thema VIII:

Beschreibe den Zusammenhang zwischen Glauben und Kampf eines Christen!
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Was verlor der Mensch durch den Sündenfall?
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Nenne die Ebenen unseres Kampfes! Welchen Zusammenhang haben sie mit dem, was der Mensch im Paradies verlor?
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Warum ist es notwendig, auf allen Ebenen des Kampfes gleicherweise Sieg zu haben?
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Wie kämpfe ich gegen mein Fleisch?
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Wie kämpfe ich gegen die vom Satan beeinflußten Machtstrukturen und Systeme dieser Welt?
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Erkläre den Auftrag zur geistlichen Kampfführung! Wo liegen die Grenzen dieses Auftrages?
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Unter welchen Umständen müssen sich Dämonen offenbaren?
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Warum sollte der Befreiungsdienst nur mit dem Einverständnis des zu Befreienden geschehen?
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Welche Einfallstore nutzen die Dämonen? Nenne spezielle Einfallstore für jeden Bereich!
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Wie schütze ich mich im Kampf mit finsteren Mächten?
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Nenne die Teile der geistlichen Waffenrüstung und erläutere ihre Bedeutung!
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Zeige den Auftrag zum Austreiben von Dämonen aus dem Wort Gottes auf!
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Anhang

Informationen zum Grundlagenseminar

Mit freundlicher Genehmigung
des Autors Alf Mudrich,
Josua-Gemeinde Bautzen,

http://www.josua-gemeinde-bautzen.de
in das Microsoft Reader Format konvertiert, von
Bernd Amann
Jesus Christus Evangeliumsdienst

Kamp-Lintfort
http://www.jesus-christus-evangelium.de/

Das Grundlagenseminar besteht aus insgesamt 10 Themen:
Thema I
Die Autorität der Bibel
Thema II
Die Botschaft vom Kreuz
Thema III
Begräbnis und Auferstehung Jesu
Thema IV
Die neue Geburt
Thema V
Taufe
Thema VI
Die Taufe mit dem Heiligen Geist
Thema VII
Leben mit dem Heiligen Geist
Thema VIII
Der Kampf des Christen
Thema IX
Wiederkunft Jesu
Thema X
Christ und Gemeinde

Diese 10 Themen im htm-Format und im Microsoft Reader-Format können Sie auf unserer Internetseite downloaden:
http://www.jesus-christus-evangelium.de/Grundlagenseminar.htm

Alle 10 Original-Themen im pdf-Format können Sie auf der Internetseite der Josua-Gemeinde Bautzen downloaden:
http://www.josua-gemeinde-bautzen.de/Publikation/publikation.html

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Verantwortlich für den Inhalt dieser Homepage ist:

Bernd Amann, 47475 Kamp-Lintfort, Krokusweg 6

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(Letztes Update: 20.09.2001)