60 Jahre Israel

EINE MESSIANISCHE PERSPEKTIVE

Dieser Artikel wurde dem "Prophetischen Bulletin Nr 2 2008" der Schleife Stiftung entnommen:
http://www.schleife.ch

DIES IST EINE STIMME AUS DEM LAND ISRAEL SELBST, GESCHRIEBEN VON EINEM «MESSIANISCHEN JUDEN», D. H. VON EINEM JUDEN, DER AN JESUS ALS DEN MESSIAS GLAUBT.
«Kampf ums Überleben», «Ein Stein des Anstosses» - man spürt förmlich den ganzen Druck, der auf diesem Land und seinen Einwohnern liegt. Zugleich ist es eine Einladung, dieses Volk zu segnen und dafür zu beten, dass sie zu Jesus, ihrem Messias, finden. Denn ihnen gilt eigentlich das Evangelium zuerst (Römer 1,16).

 Von AVNER BOSKEY - Final Frontier Ministries, Israel - http://www.davidstent.org

Israel hat gerade seinen sechzigsten Geburtstag gefeiert. Führende Politiker wie Kanzlerin Merket und Präsident Bush sind nach Jerusalem gereist, um dem jüdischen Volk, von dem Gott sagt, dass es «das kleinste aller Völker» ist, zu gratulieren (5. Mose 7,7). Nichtsdestoweniger ist dieses Volk vom Gott Israels geliebt und ausgestattet mit einer Berufung und mit Gaben, die unwiderruflich sind (5. Mose 7,8; Römer 11,28-29). Wie nehmen Christen diese 6o Jahre der Wiederherstellung Israels wahr, dieses Volkes, das aus der Asche Europas auferstand, aber immer noch «abgesondert wohnt und sich nicht zu den Heiden rechnet» (5. Mose 23,9)?

KAMPF UMS ÜBERLEBEN
Theodor Herzt glaubte, dass ein wiederhergestelltes Israel, ein so genanntes «Altneuland», eine normale Nation in der Weltgemeinschaft von Nationen werden würde und dass durch die Sammlung des jüdischen Volkes der Antisemitismus zunächst verringert und dann schliesslich völlig beseitigt werden würde. Er und viele andere jüdische Denker müssten heute zugeben, dass dies nicht geschehen ist. Der Judenhass hat zugenommen und diejenigen, die Israel hassen, haben auf geschickte Weise ihre Terminologie geändert. Sie gebrauchen nun stattdessen den politisch korrekten Ausdruck «Antizionismus». Daneben ist es ihnen gelungen, in der internationalen Gemeinschaft Abneigung gegenüber Israel, Zweifel an seinem Existenzrecht sowie Gleichgültigkeit gegenüber seinem Überlebenskampf zu säen.
Dem Wunder, dass Gott die trockenen Gebeine Israels in das zweifach verheissene Land zurückgeführt hat (siehe Hesekiel 37,1-14; Jesaja 11,11) begegnen die islamischen Welt, die arabischen Nationen und die internationale Gemeinschaft mit grossem Widerstand. Auf den Konferenzen in Madrid, Oslo, Camp David und Annapolis wurde Druck auf Israel ausgeübt, Land abzugeben. Nach jeder dieser Konferenzen zog Israel sich weiter zurück, und jedes Mal führte dies zu Angriffen des islamischen Dschihad aus dem Libanon, aus Gaza, Jenin oder Nablus, die meist auf bevölkerungsreiche Gebiete in Israel gerichtet waren. Die Vision, die der Prophet Sacharja von einem internationalen Militärschlag hatte, der Israel und Jerusalem teilen würde (Sacharja 14,1-3), scheint der Realität zu nahe zu sein, als dass sie von jemandem, der die Schrift liebt, leichtfertig abgetan werden könnte.

EIN STEIN DES ANSTOSSES
Die Vorstellung, dass ein souveräner Gott die jüdische Nation erwählt und durch einen Bund für sich abgesondert haben könnte, ist für die meisten Politiker ein nicht haltbarer Gedanke. Doch Gott selbst hat der Welt diesen Stein des Anstosses mitten in den Weg gelegt. Gott beleidigt den Verstand, um das Herz offenbar zu machen, wie Mike Bic«Eistinde anstoises»kle es ausdrückt. Die Wiederherstellung des jüdischen Volkes wie die Auferstehung des bekanntesten aller Juden, des Messias' Jeshua, ist ein Zeichen und ein Wunder, welches die innersten Herzensmotive der Nationen offenbar werden lässt (siehe Lukas 2,34-35).

Wem gehört das Land? Besteht ein Zusammenhang zwischen der Pro-Israel-Haltung des Westens und dem tobenden islamischen Dschihad? Welche Auswirkungen hat ein als Waffe eingesetztes Öl-Embargo auf die Weltwirtschaft? Mit all diesen kritischen Fragen wird sich in Kürze nicht nur die Welt, sondern auch die Gemeinde intensiv auseinander setzen müssen.

In Europa sind einige Christen ernsthaft darum bemüht, von den Lektionen, die uns der teuflische Horror des Holocaust gelehrt hat, zu lernen, und es werden zahlreiche Anstrengungen unternommen, auf nationaler Ebene Busse zu tun und Aufklärungsarbeit zu leisten. Darüber hinaus muss es jedoch zu einem tiefen Erwachen kommen, wie erschreckend niedrig die Überlebenschancen für einen jüdischen Staat tatsächlich sind und wie dramatisch der Antisemitismus in unserer Zeit zunimmt. Eine massive weltweite Verfolgung des jüdischen Volkes, die Ausmasse annehmen könnte, die die Gräueltaten Eichmanns in den Schatten stellt, ist näher, als wir denken mögen.

Auslöser für diese Welle des Judenhasses werden Krawalle und Unruhen in der islamischen Welt sein, aber auch das Begehren des Westens nach ökonomischem Wohlstand - ein Wohlstand, der aufgrund der Unterstützung Israels durch den Westen gefährdet scheint. Um für diese bevorstehende Welle des Antisemitismus gerüstet zu sein, sollten Christen für die Verantwortlichen ihres Landes beten, indem sie den Gott Jakobs um Offenbarung, Strategien
und Mut für sie bitten, damit das Land Segen und nicht Fluch erntet (1.Mose 12,3).

SEGEN FÜR DIE WELT
Israel entwickelt mittlerweile hochwertige Hightech-Produkte, daneben ist es ein Land von grossem musikalischem, literarischem und filmwissenschaftlichem Reichtum. Seine bahnbrechenden Forschungen in den Bereichen Wüstenanbau und Medizin, sowie in der Verteidigungsindustrie versetzen die Welt immer wieder in Staunen. Israel ist und bleibt in vieler Hinsicht ein Segen für die Welt (siehe Jesaja 19,24-25).

Als solche, die an den mächtigen Sohn Davids, den Messias Jeshua, glauben, sollten wir jedoch nicht nur für den Schutz und die physische Wiederherstellung Israels beten. Wir sollten den Himmel bitten, dass das jüdische Volk göttliche Offenbarung bekommt, damit sie unter möglichst wenig Schmerz und Druck anfangen, zu ihrem Gott zu rufen (siehe Hosea 5,14-6,6). Wir sollten beten, dass dem jüdischen Volk das Evangelium gepredigt und demonstriert wird durch Zeichen und Wunder, durch Tod und durch Leben, wie der Apostel Paulus in Römer 1,16 sagt: «Ich schäme mich des Evangeliums nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die selig macht
alle, die daran glauben, die Juden zuerst...»
«Zuerst» (griech. proton) bedeutet: Priorität haben, vorrangig bzw. vor allem sein. Das Evangelium dem jüdischen Volk, seinen ursprünglichen Predigern, zugänglich zu machen, steht also ganz oben auf Gottes Prioritätenliste.

Während Christen weltweit ihre Stimme erheben, um das jüdische Volk und die wiederhergestellte Nation Israel zu segnen, wollen wir uns bewusst machen, dass es unser Hauptanliegen sein muss, den Messias Jeshua, die einzige wahre Hoffnung Israels, zurück zu seinem Volk zu bringen (siehe Jeremia 14,8-9).

AVNER BOSKEY leitet zusammen mit seiner Frau Rachel die Final Frontier Ministries, einen Dienst, der zum Ziel hat, im jüdisch/israelischen Kontext Kunst, Fürbitte, Evangelisation und prophetisches Reden freizusetzen. Sie haben eine Lobpreisband und sind Produzenten verschiedener Lobpreis-CDs (David's Tent Music). Avner ist hochqualifizierter theologischer Lehrer und Autor verschiedener Bücher und Schriften, u.a. «Israel the Key to World Revival» und «A Perspective on Islam». Die Boskeys leben zusammen mit ihren vier Söhnen in Beersheva, Israel.

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(Letztes Update: 15.07.2008)