Die Verheißungen Gottes für sein Volk Israel

Hört, ihr Völker, des HERRN Wort und verkündet's fern auf den Inseln und sprecht: Der Israel zerstreut hat, der wird's auch wieder sammeln und wird es hüten wie ein Hirte seine Herde;
(Jeremia 31,10)

Denn so spricht der HERR: Jubelt über Jakob mit Freuden und jauchzet über das Haupt unter den Völkern. Ruft laut, rühmt und sprecht: Der HERR hat seinem Volk geholfen, dem Rest Israels!
Siehe, ich will sie aus dem Lande des Nordens bringen und will sie sammeln von den Enden der Erde, auch Blinde und Lahme, Schwangere und junge Mütter, daß sie als große Gemeinde wieder hierherkommen sollen.
Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Ich will sie zu Wasserbächen führen auf ebenem Wege, daß sie nicht zu Fall kommen; denn ich bin Israels Vater, und Ephraim ist mein erstgeborener Sohn.

(Jeremia 31,7-9)


Inhaltsverzeichnis

Die Grenzen des Landes Kanaan, die Gott für sein Volk Israel im Alten Testament bestimmt hatte

Die jüdische Einwanderung nach Israel als Erfüllung biblischer Verheißungen

Landbegrünung in Israel als Erfüllung biblischer Verheißungen
Der Zustand des Landes Israel in biblischen Zeiten
Der Zustand vor der zionistischen Wiederbegrünung
Die Wiederbegrünung durch die jüdischen Zionisten als Erfüllung biblischer Verheißungen

Wunder Gottes in Israel
Wunder Gottes, als Israel um sein Überleben kämpfte
Spätregen in Israel - ein Wunder Gottes in Israel


Die Grenzen des Landes Kanaan,
die Gott für sein Volk Israel im Alten Testament bestimmt hatte

Und der HERR redete mit Mose und sprach:
Gebiete den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so soll das Land, das euch als Erbteil zufällt, das Land Kanaan sein nach diesen Grenzen:
.... Eure Grenze im Süden soll ausgehen vom Ende des Salzmeers, das im Osten liegt.
.... und sich von Azmon ziehen an den Bach Ägyptens, und ihr Ende sei an dem Meer.
Aber die Grenze nach Westen zu soll sein das große Meer und seine Küste.
Die Grenze nach Norden zu soll diese sein: Ihr sollt sie ziehen von dem großen Meer bis an den Berg Hor
.... und ihr Ende sei bei Hazar-Enan. Das sei eure Grenze nach Norden.
Und ihr sollt die Grenze nach Osten ziehen von Hazar-Enan nach Schefam,
und die Grenze gehe herab von Schefam nach Ribla östlich von Ajin. Danach gehe sie herab und ziehe sich hin längs der Höhen östlich vom See Kinneret
und komme herab an den Jordan, daß ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei euer Land mit seiner Grenze ringsumher.
(4.Mose 34, 1-12)


Die jüdische Einwanderung nach Israel als Erfüllung biblischer Verheißungen

Nach der Eroberung Israels und der Zerstörung Jerusalems und des Tempels im jüdisch-römischen Krieg (66 - 73 n.Chr.; 73: Eroberung Massadas) wurde das jüdische Volk in alle Länder der Erde zerstreut.
Die Bibel sagt deutlich, daß Gott sein ersterwähltes Volk wieder nach Israel zurückbringen will und wird.

Die folgenden Stellen erfüllen sich also erst in unseren Tagen. Und sie zeigen, daß Gott auch die prophetischen Worte, die viele Menschen lange Zeit belächelt haben und für unrealistisch hielten, verwirklicht und treu dazu steht.
Gerade die Tatsache, daß hier geschichtlich sehr unwahrscheinliche Ereignisse eingetreten sind und daß ausgerechnet diese Ereignisse schon Jahrtausende zuvor in der Bibel angekündigt wurden, sollten auch einen ungläubigen Menschen und Geschichtswissenschaftler zum Nachdenken bringen, ob die Bibel nicht doch das Wort des lebendigen Gottes ist:

Und der Herr wird zu der Zeit zum zweitenmal seine Hand ausstrecken, daß er den Rest seines Volks loskaufe, der übriggeblieben ist in Assur, Ägypten, Patros, Kusch, Elam, Schinar, Hamat und auf den Inseln des Meeres.
Und er wird ein Zeichen aufrichten unter den Völkern und zusammenbringen die Verjagten Israels und die Zerstreuten Judas sammeln von den vier Enden der Erde.
(Jesaja 11,11-12)

Denn der HERR wird sich über Jakob erbarmen und Israel noch einmal erwählen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich zu ihnen gesellen und dem Hause Jakob anhangen.
Und die Völker werden Israel nehmen und an seinen Ort bringen, und dann wird das Haus Israel sie als Knechte und Mägde besitzen im Lande des HERRN. Und sie werden gefangenhalten die, von denen sie gefangen waren, und werden herrschen über ihre Bedränger.
(Jesaja 14,1-2)
(das 1.Mal in unserer Generation helfen Nichtjuden bei der Rückwanderung: 14,2)

So fürchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Osten deine Kinder bringen und dich vom Westen her sammeln, ich will sagen zum Norden: Gib her! und zum Süden: Halte nicht zurück! Bring her meine Söhne von ferne und meine Töchter vom Ende der Erde, alle, die mit meinem Namen genannt sind, die ich zu meiner Ehre geschaffen und zubereitet und gemacht habe.
(Jesaja 43,5-7)
("vom Osten ... vom Westen ...")

Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene vom Norden und diese vom Meer und jene vom Lande Sinim. Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde! Lobet, ihr Berge, mit Jauchzen! Denn der HERR hat sein Volk getröstet und erbarmt sich seiner Elenden.
(Jesaja 49,12-13)
("vom Meer")

So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden hin erheben und für die Völker mein Banner aufrichten. Dann werden sie deine Söhne in den Armen herbringen und deine Töchter auf der Schulter hertragen.
(Jesaja 49,22)

Jeremia 31,8 ("Ich will sie sammeln von den Enden der Erde ... auch Gebärende."). Daß auch Gebärende dabeisein werden, hat sich bei der Blitzeinwanderung von fast 15000 äthiopischen Juden in gut 1 Tag am 24./25.Mai 1991 erfüllt: Einige äthiopische Frauen gebaren Kinder während des Fluges nach Israel.

Denn so spricht Gott der HERR: Siehe, ich will mich meiner Herde selbst annehmen und sie suchen.
Wie ein Hirte seine Schafe sucht, wenn sie von seiner Herde verirrt sind, so will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen Orten, wohin sie zerstreut waren zur Zeit, als es trüb und finster war.
Ich will sie
aus allen Völkern herausführen und aus allen Ländern sammeln und will sie in ihr Land bringen und will sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und an allen Plätzen des Landes.
(Hesekiel 34,11-13)
("aus allen Ländern" - Aus 143 der bestehenden 184 Länder auf der Welt sind Juden bisher nach Israel eingewandert.)

Denn ich will meinen großen Namen, der vor den Heiden entheiligt ist, den ihr unter ihnen entheiligt habt, wieder heilig machen. Und die Heiden sollen erfahren, daß ich der HERR bin, spricht Gott der HERR, wenn ich vor ihren Augen an euch zeige, daß ich heilig bin. Denn ich will euch aus den Heiden herausholen und euch aus allen Ländern sammeln und wieder in euer Land bringen,
(Hesekiel 36,23-24) ("aus allen Ländern")

So spricht Gott der HERR: Siehe, ich will die Israeliten herausholen aus den Heiden, wohin sie gezogen sind, und will sie von überall her sammeln und wieder in ihr Land bringen
und will ein einziges Volk aus ihnen machen im Land auf den Bergen Israels, und sie sollen allesamt einen König haben und sollen nicht mehr zwei Völker sein und nicht mehr geteilt in zwei Königreiche.
(Hesekiel 37,21-22)
("von überall her")

Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; am Ende der Zeiten sollst du in ein Land kommen, das dem Schwert entrissen ist, und zu dem Volk, das aus vielen Völkern gesammelt ist, nämlich auf die Berge Israels, die lange Zeit verwüstet gewesen sind, und nun ist es herausgeführt aus den Völkern, und sie alle wohnen sicher.
Hesekiel 38,8
("am Ende der Zeiten ... aus vielen Völkern gesammelt")

Ich habe ihnen getan, was sie mit ihrer Unreinheit und ihren Übertretungen verdient haben, und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen. Darum - so spricht Gott der HERR: Nun will ich das Geschick Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen heiligen Namen eifern.
Sie aber sollen ihre Schmach und alle ihre Sünde, mit der sie sich an mir versündigt haben, vergessen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen und niemand sie schreckt und ich sie
aus den Völkern zurückgebracht und aus den Ländern ihrer Feinde gesammelt und an ihnen vor den Augen vieler Heiden gezeigt habe, daß ich heilig bin.
Dann werden sie erkennen, daß ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie unter die Heiden weggeführt habe und wieder in ihr Land sammle und
nicht einen von ihnen dort zurücklasse.
Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe meinen Geist über das Haus Israel ausgegossen, spricht Gott der HERR.
(Hesekiel 39,24-29)
("aus den Völkern zurückgebracht ... nicht einen von ihnen dort zurücklasse")

Zur selben Zeit will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und, was abgebrochen ist, wieder aufrichten und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist, damit sie in Besitz nehmen, was übrig ist von Edom, und alle Heiden, über die mein Name genannt ist, spricht der HERR, der solches tut.
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von süßem Wein triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein.
Denn ich will die Gefangenschaft meines Volks Israel wenden, daß sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, daß sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen. Denn ich will sie in ihr Land pflanzen,
daß sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.
(Amos 9,11-15)
("daß sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden")

Und es geschah des HERRN Wort: So spricht der HERR Zebaoth: Ich eifere für Zion mit großem Eifer und eifere um seinetwillen in großem Zorn.
So spricht der HERR: Ich kehre wieder auf den Zion zurück und will zu Jerusalem wohnen, daß Jerusalem eine Stadt der Treue heißen soll und der Berg des HERRN Zebaoth ein heiliger Berg.
So spricht der HERR Zebaoth: Es sollen hinfort wieder sitzen auf den Plätzen Jerusalems alte Männer und Frauen, jeder mit seinem Stock in der Hand vor hohem Alter, und die Plätze der Stadt sollen voll sein von Knaben und Mädchen, die dort spielen.
So spricht der HERR Zebaoth: Erscheint dies auch unmöglich in den Augen derer, die in dieser Zeit übriggeblieben sind von diesem Volk, sollte es darum auch unmöglich erscheinen in meinen Augen? spricht der HERR Zebaoth.
So spricht der HERR Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlösen
aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne und will sie heimbringen, daß sie in Jerusalem wohnen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Treue und Gerechtigkeit.
(Sacharja 8,1-8)
("aus dem Lande gegen Aufgang und aus dem Lande gegen Niedergang der Sonne")

Auch das Neue Testament sagt das Ende der jüdische Zerstreuung in der Welt und die Wiedererrichtung des Staates Israel zu einem bestimmten Zeitpunkt voraus:

Denn es wird große Not auf Erden sein und Zorn über dies Volk kommen, und sie werden fallen durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt unter alle Völker, und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.
(Lukas 21,23-24)
("gefangen weggeführt unter alle Völker, ... bis die Zeiten der Heiden erfüllt sind.")

Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;
(Apostelgeschichte 1,6-7)
("wieder aufrichten das Reich für Israel?")

Folgende Verse stimmen mit den genannten Bibelversen überein: 5.Mose 30,3-5; Nehemia 1,9; (Jesaja 56,8); Psalm 107; Jeremia 16,15; 23,8; 29,13-14; 30,3+10; 31,4; 31,17; 32,37; 46,27; 50,19 (Wiederbewohnung des Golan); Hesekiel 11,17; 28,25; Joel 2,19; Mi 2,12 (Gott: "Den Rest von Israel will ich eng zusammenbringen (kabez akabez = Kibbuz)); Daniel 12,7c ("wenn die Zerstreuung ein Ende hat" (Luther).
Es legt sich nahe, 5.Mose 32,11 auf die Einwanderung mit Flugzeugen, z.B. der äthiopischen, jemenitischen und irakischen Juden hin auszulegen.
Von der Hilfe von Nichtjuden bei der Einwanderung der Juden sprechen Jes 14,2; 49,22 und 66,20.


Landbegrünung in Israel als Erfüllung biblischer Verheißungen

Der Zustand des Landes Israel in biblischen Zeiten

Daß das Land Israel früher grün und bewaldet war, zeigen viele Bibelstellen:
Josua 17,15.18 (Wald im erweiterten Gebiet des Stammes Manasse, vermutlich das Gebiet in Samarien nördlich von Sichem);
1.Samuel 17,2 (Wald im Elatal);
1.Samuel 22,5 (Wald (Ja'ar) von Hereth, wohl in der judäischen Wüste südlich von Hebron gelegen);
2.Chronik 27,4 (Zur Zeit König Jothams (um 750 v.Chr.) gab es Wälder in Juda.);
Hesekiel 21,2.3 (Wald in (der Wüste) Negev);
Hesekiel 27,6 (Eichenwald damals auf dem Golan (Baschan)).

Der Zustand vor der zionistischen Wiederbegrünung

Gott prophezeit in der Bibel, daß das Land Israel während der Zerstreuung des jüdischen Volkes verwüstet werden wird: 3.Mose 26,32-33; Hes 38,8; Sach 7,14.

Mark Twain besuchte 1867 Israel-Palästina. Sein Reisebericht zeigt uns, wie heruntergekommen das Land damals war. Man vergleiche es mit heute. Aus dem Reisebericht Twains,"Die Arglosen im Ausland":

Gesamteindruck von Israel: Von allen Ländern mit öder Landschaft muß Palästina, glaube ich, der Gipfel sein. Die Berge sind kahl, sie haben stumpfe Farben, sie zeigen wenig malerische Formen. Die Täler sind häßliche Wüsten, von einer schwachen Vegetation gesäumt, die einen sorgenvollen und verzagten Ausdruck an sich hat. Das Tote Meer und der See Genezareth schlafen inmitten eines weiten Landstriches von Bergen und Ebenen, in dem das Auge auf keiner angenehmen Tönung ... ruht.... . ... Es ist ein hoffnungsloses, ödes, verzweifeltes Land. Palästina sitzt in Sack und Asche. Über ihm brütet der Bann eines Fluches, der seine Felder hat verdorren lassen und seine Tatkraft gefesselt hat.

Jerusalem: Es gibt keine ermüdende Landschaft für das Auge als die, welche die Zufahrtswege nach Jerusalem begleitet. Der einzige Unterschied zwischen den Straßen und dem umgebenden Land ist vielleicht der, daß auf den Straßen etwas mehr Steine liegen.
Das berührnte Jerusalem selbst, der erhabenste Name in der Geschichte, hat all seine alte Größe verloren und ist ein Bettlerdorf geworden; die Reichtümer Salomos sind nicht mehr vorhanden, um die Bewunderung zu Besuch weilender orientalischer Königinnen zu erregen.

Galiläa und See Genezareth: Diese unbevölkerten Wüsten, diese rostfarbenen Erdhügel von Unfruchtbarkeit, ... diese melancholische Ruine Kapernaum; dieses stumpfsinnige Dorf Tiberias, das unter seinen sechs Begräbnispalmwedeln schlummert; ...
Der berühnite See Genezareth ist bei weitern nicht so groß wie der Lake Tahoe; er ist gerade etwa zwei Drittel so groß. Und wenn wir auf Schönheit zu sprechen kommen, so kann man diesen See ebensowenig mit dem Lake Tahoe vergleichen wie einen Längengrad mit dem Regenbogen. Das trübe Wasser dieser Pfütze kann nicht an den klaren Glanz des Lake Tahoe erinnern; ...
Hier gab es Anzeichen für Ackerbau - ein seltener Anblick in diesem Land - ein oder zwei Morgen fruchtbaren Bodens, die von der letzten Ernte her mit dicken und sehr weit auseinanderstehenden dürren Stoppeln besetzt waren. ...
Wir durchquerten einige Meilen lang ein trostloses Gebiet, dessen Boden recht fruchtbar, aber gänzlich dem Unkraut überlassen ist - eine schweigende, traurige Weite, in der wir nur drei Menschen trafen, Araber, mit nichts weiter ....
Es ist sieben Uhr morgens, und da wir auf dem Lande sind, sollte das Gras vor Tau funkeln, sollten die Blumen mit ihrem Duft die Luft erfüllen und die Vögel in den Bäumen singen. Aber ach, hier gibt es weder Tau noch Blumen, noch Vögel, noch Bäume. Da gibt es eine Ebene und einen schattenlosen See, und hinter diesen einige kahle Berge. Die Zelte fallen in sich zusammen, die Araber zanken sich in gewohnter Weise wie Hund und Katze, ....
Diese Leute um uns herum hatten weitere Eigentümlichkeiten, die ich auch an dem edlen roten Mann bemerkt habe: sie wimmelten von Ungeziefer, und der Schmutz hatte sich an ihnen so festgebacken, daß er eine Borke bildete. Die kleinen Kinder waren in einem mitleiderregenden Zustand, sie hatten alle entzündete Augen und waren auch sonst in verschiedener Weise geplagt. ... Die Bevölkerung zählt zweihundertfünfzig Köpfe, und mehr als die Hälfte der Bürger lebt in Höhlen im Felsen. Schmutz, Erniedrigung und Barbarei sind Endors Spezialitäten. Wir sagen jetzt nichts mehr über Magdala und Deburie. Endor führt die Liste an. Es ist schlimmer als jedes Indianerdorf. Der Berg ist kahl, felsig und abstoßend. Kein Grashalm ist zu sehen und nur ein einziger Baum.

Weitere Berichte:

Der französische Schriftsteller Francois Rene Vicomte de Chateaubriand schreibt in seinen "Itineraire de Paris a Jerusalem" von 1811 im 4.Kapitel "Jerusalem": "Die Landschaft, die die Stadt (Jerusalem) umgibt, ist abscheulich: Da gibt es auf allen Seiten kahle Berge. ... Man sieht das Hinterland auch voller dürrer Felsen. ... Man fragt sich, ob es nicht zusammengestürzte Gedenksteine eines Friedhofs inmitten einer Wüste sind.... eine außergewöhnliche Trostlosigkeit"

Conrad Schick berichtet von seiner Israelreise aus dem Jahre 1846: "Gemäß der Schrift (Sacharja 7,14) hatte ich zwar erwartet, das Land als eine Wüste anzutreffen, aber eine solche Felsenwüste, wie sie mir immer trostloser entgegentrat, ... überstieg meine Begriffe. ... eine graue Mauer in einer ... toten und aller Bäume und anderer Gewächse baren Umgebung. Und das sollte die berühmte Stadt Jerusalem sein! Statt Freude überfiel mich ein unsagbares Gefühl der Vereinsamung. Es war mir, als sei ich ... angekommen ... auf dem Felseneiland eines unbewohnten Planeten."(aus: Strobel,A., Conrad Schick.Ein Leben für Jerusalem,S.42-44).

James Finn schreibt in einem auf den 15.9.1857 datierten Brief an den Earl of Clarendon: "Das Land ist in einer bemerkenswerten Weise bevölkerungsarm, und deshalb braucht es am nötigsten eine neue Gruppe von Bewohnern."

Der englische Geograph Arthur Stanley berichtet 1881 in "Sinai and Palestine", Judäa sei so verwüstet menschenleer, daß er "meilenweit keine Anzeichen von Leben oder Besiedlung gesehen habe."

Pierre Loti schreibt in seinem Buch "La Galilee" von 1895: "Ich reiste im Frühling durch ein trauriges Galiläa, und ich fand es still ... Wie an anderen Orten, wie überall in Palästina, sind Stadt und Palast zum Staub zurückgekehrt .... Diese Melancholie der Verlassenheit liegt schwer auf dem ganzen Heiligen Land."

Selbst der arabische Führer, Sherif Hussein, sagte 1918: "Die Resourcen des Landes stecken noch im unbearbeiteten Boden und werden durch die jüdischen Einwanderer entwickelt werden. ... Die Palästinenser waren gewohnt, ihr eigenes Land zu verlassen." (Sherif Hussein, Al-Qibla, Mecca, 23.3.1918)

Schefila und Scharonebene (Bericht von 1913)
Im Bericht der Königlichen Palästina-Kommission heißt es: "Die Straße von Gaza nach Norden war nur ein Sommerpfad, für den Transport mit Kamelen oder Karren zu benutzen ... man sah keine Orangenhaine, keine Obst- oder Weingärten, bevor man das Dorf Yavne erreichte ... Die Häuser waren aus Lehm errichtet. Fenster gab es keine. Die Bewohner benutzten Holzpflüge. Die Erträge waren sehr kärglich. Die hyginenischen Einrichtungen des Dorfes befanden sich in einem erschreckenden Zustand. Schulen existierten nicht... Der westliche Teil des Landes, zum Meer hin, war fast vollständig Wüste ... Es gab kaum Dörfer dort, und diese waren nur sehr spärlich bewohnt. ...
Eine Menge Ruinen sah man ringsumher - zurn Teil eine Folge des weitverbreiteten Malariafiebers. Viele Dörfer waren von ihren Bewohnem verlassen worden."

Bericht über den Zustand des Landes aus dem Jahre 1931
Lewis French, der 1931 von der britischen Regierung ernannte Direktor für die Entwicklung des Landes schrieb:
"Wir fanden das Land von Fellachen bewohnt, die in Lehmhütten lebten und schwer unter der weitverbreiteten Malaria litten... Große Landstriche waren verwildert... Die Fellachen, falls sie nicht selbst Viehdiebe waren, boten jederzeit bereitwillig für diese einen Unterschlupf, ebenso für andere Kriminelle. Die einzelnen Parzellen des Landes wechselten von Jahr zu Jahr den Besitzer, und die Fellachen wurden abwechselnd von ihren Nachbam, den Beduinen, geplündert oder erpreßt."

Die Wiederbegrünung durch die jüdischen Zionisten als Erfüllung biblischer Verheißungen

In direktem Zusammenhang mit Bibelstellen, die die jüdische Einwanderung und Gründung des Staates Israel in unserem Jahrhundert eindeutig vorhersagen, verheißt Gott auch eine Wiederbegrünung des verwüsteten und verwilderten Land Israel: Jeremia 31,5+12; Hesekiel 34,27-29; 36,8+33-36 (nach dem Kommen des Messias (Hes 34,23-24)); Amos 9,13-15; weitere Stellen: Jesaja 27,6 (Früchteexport Israels heute); 35,1-2, 41,17-20 und 51,3 (Wüstenbegrünung erst heutzutage).

Ich will sie und alles, was um meinen Hügel her ist, segnen und auf sie regnen lassen zu rechter Zeit. Das sollen gnädige Regen sein, daß die Bäume auf dem Felde ihre Früchte bringen und das Land seinen Ertrag gibt, und sie sollen sicher auf ihrem Lande wohnen und sollen erfahren, daß ich der HERR bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie errettet habe aus der Hand derer, denen sie dienen mußten.
Und sie sollen nicht mehr den Völkern zum Raub werden, und kein wildes Tier im Lande soll sie mehr fressen, sondern sie sollen sicher wohnen, und niemand soll sie schrecken.
Und ich will ihnen eine Pflanzung aufgehen lassen zum Ruhm, daß sie nicht mehr Hunger leiden sollen im Lande und die Schmähungen der Heiden nicht mehr ertragen müssen.
Und sie sollen erfahren, daß ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen bin und daß die vom Hause Israel mein Volk sind, spricht Gott der HERR.
(Hesekiel 34,27-30)

Zur selben Zeit will ich die zerfallene Hütte Davids wieder aufrichten und ihre Risse vermauern und, was abgebrochen ist, wieder aufrichten und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist,
damit sie in Besitz nehmen, was übrig ist von Edom, und alle Heiden, über die mein Name genannt ist, spricht der HERR, der solches tut.
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, daß man zugleich ackern und ernten, zugleich keltern und säen wird. Und die Berge werden von süßem Wein triefen, und alle Hügel werden fruchtbar sein.
Denn ich will die Gefangenschaft meines Volks Israel wenden, daß sie die verwüsteten Städte wieder aufbauen und bewohnen sollen, daß sie Weinberge pflanzen und Wein davon trinken, Gärten anlegen und Früchte daraus essen. Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, daß sie nicht mehr aus ihrem Land ausgerottet werden, das ich ihnen gegeben habe, spricht der HERR, dein Gott.
(Amos 9,11-15)

Es wird einst dazu kommen, daß Jakob wurzeln und Israel blühen und grünen wird, daß sie den Erdkreis mit Früchten erfüllen.
(Jesaja 27,6)

Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien.
Sie wird blühen und jubeln in aller Lust und Freude. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Scharon. Sie sehen die Herrlichkeit des HERRN, die Pracht unsres Gottes.
Stärket die müden Hände und macht fest die wankenden Knie!
Saget den verzagten Herzen: »Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen.«
Dann werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben geöffnet werden.
Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken. Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande.
Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen.
(Jesaja 35,6)

Die Elenden und Armen suchen Wasser, und es ist nichts da, ihre Zunge verdorrt vor Durst. Aber ich, der HERR, will sie erhören; ich, der Gott Israels, will sie nicht verlassen.
Ich will Wasserbäche auf den Höhen öffnen und Quellen mitten auf den Feldern und will die Wüste zu Wasserstellen machen und das dürre Land zu Wasserquellen.
Ich will in der Wüste wachsen lassen Zedern, Akazien, Myrten und Ölbäume; ich will in der Steppe pflanzen miteinander Zypressen, Buchsbaum und Kiefern,
damit man zugleich sehe und erkenne und merke und verstehe: des HERRN Hand hat dies getan, und der Heilige Israels hat es geschaffen.
(Jesaja 41,17-20)

Ja, der HERR tröstet Zion, er tröstet alle ihre Trümmer und macht ihre Wüste wie Eden und ihr dürres Land wie den Garten des HERRN, daß man Wonne und Freude darin findet, Dank und Lobgesang.
Merkt auf mich, ihr Völker, und ihr Menschen, hört mir zu! Denn Weisung wird von mir ausgehen, und mein Recht will ich gar bald zum Licht der Völker machen.
Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil tritt hervor, und meine Arme werden die Völker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf meinen Arm.
(Jesaja 51,3-5)

Im dreimaligen, täglichen Gebet beten und beteten die Juden durch die Jahrhunderte der Verbannung aus Israel:"Gepriesen seist du, o Herr, der du Jerusalem wieder aufbaust." Israels 1.Präsident, Chaim Weizmann, Onkel des jetzigen Präsidenten, sagte dazu: Gott hat das schöne Land Israel während der Zerstreuung seines Volkes mit Unkraut bedeckt, damit die anderen Völker an ihm vorbeigehen und es so unentdeckt bleibt bis zur Heimkehr des Volkes Israel.

1948 beim Abzug der Engländer gab es ca. 4 000 000 Bäume in Israel, wo recht genaue Aufzeichnungen angelegt wurden (Baumsteuer). Der jüdische Nationalfonds (KKL) pflanzte seitdem ca. 230 000 000 Bäume.

Die Hilfe von Nichtjuden bei der Landwirtschaft und Wiederbegrünung (z.B. durch junge freiwillige Volontäre, Kibbuzhelfer) im Land Israel ist in der Bibel in Jesaja 61,5 prophezeit.

 

Landbegrünung im nördlichen Negev: Der 1943 gegründete Kibbuz Gevulot ist eine grüne Oase, entstanden aus Wüstensand, wie man auf den Bildern sieht. (unten: Einfahrt zum Kibbuz Gevulot, an dessen Tor der Wüstensand heranreicht; rechts: Innerhalb des Kibbuz blühen Blumen aus dem Sand heraus.)

 

Wunder Gottes in Israel

Wunder Gottes, als Israel um sein Überleben kämpfte

Wird doch Israel nicht geschlagen, wie seine Feinde geschlagen werden, und nicht getötet, wie seine Feinde getötet werden!
Sondern, indem du es wegschicktest und wegführtest, hast du es gerichtet, es verscheucht mit rauhem Sturm am Tage des Ostwinds.(
(Jesaja 27,7-8)

Unabhängigkeitskrieg 1948

Ein Wunder Gottes war, daß es sogar im Juli 1948 regnete, wenn normalerweise in Israel kein Niederschlag fällt. Noch weniger kann das als Zufall angesehen werden, weil diese heftigen Regenfälle gerade einsetzen, als die Israelis verzweifelt arabische Angriffe abwehrten. Dieser Regen war so unnatürlich, daß an manchen Fronten die arabischen Angreifer dachten, das sei ein Atomregen und die Flucht ergriffen.

Jerusalem während der Belagerung im Frühjahr 1948
Dr. Lilly Wreschner berichtet von einem jungen Soldaten, der nicht religiös aufwuchs,aber durch folgendes Wunder Gottes gläubig wurde und zum Erstaunen seiner Eltern vor dem Essen betete:
Er hielt südlich von Jerusalem mit 19 anderen Soldaten Wache. Ein ganzes ägyptisches Heer griff sie plötzlich an und weltlich gesehen hatten sie keine Chance mehr. Aber sie beteten. Dann gab es ein Feuergefecht. 3 der Israelis starben. Unverständlicherweise ergaben sich die Ägypter, die hißten die weiße Flagge und legten die Waffen nieder. Die Ägypter waren verwirrt, als sie nur die 17 überlebenden Israelis sahen. Sie fragten: "Wo sind die 3 alten Männer, die vorne kämpften, die so viele von uns erschossen und die wir nicht besiegen konnten?"- "Wir sind nur 17 Soldaten", war die Antwort. Hier hat Gott durch ein Wunder in aussichtsloser Lage geholfen und der jungen Mann selbst vermutetete, daß die 3 Männer Abraham, Isaak und Jakob waren.

Sechs-Tage-Krieg 1967 und die Jahre danach

Premierminister Netanyahu, der wegen seines Alters von 17 Jahren freiwillig und nur mit Sondergenehmigung beim 6-Tage-Krieg mitkämpfte, sagt bei einer Sondersitzung der Knesset anläßlich des 30.Jahrestages des 6-Tage-Krieges am 4.6.1997: "Der Sieg ist ein Wunder gewesen."

Yom-Kippur-Krieg 1973

Am ersten Tag (Yom Kippur) des syrischen Angriffes auf den Golanhöhen standen in einem Frontabschnitt 12.000 Israelis mit 90 Panzern 120.000 syrischen Angreifern mit 800 Panzern gegenüber. Die israelischen Soldaten erwarteten den Todesstoß. Die Militärgeschichtsschreibung wundert sich, warum die Syrer an diesem Tag (an dem die Israelis ihre Zivilisten noch nicht mobilisiert hatten) nicht nach Galiläa durchbrachen, sondern plötzlich stoppten. Einige israelische Soldaten berichteten später im Zusammenhang mit diesem ganz unerwarteten Stoppen der Syrer: Wir sahen plötzlich zwischen uns und den Syrern eine große weiße Hand, vor der die Syrer zurückschreckten. Diese Hand stahlte eine Majestät, Schönheit und absolute Autorität aus. Es war die Hand Gottes.

Wunder Gottes in Israel während des Golfkrieges Jan-Feb 1991

Der Irak feuerte auf Israel 39 SCUD-Raketen. Legt man die durchschnittliche Zahl der Opfer pro Rakete zugrunde (z.B. die iranischen Opfer bei dortigem Beschuß), so hätte es in Israel ca. 60 040 Tote geben müssen. Tatsächlich starb aber nur 1 Israeli. Es wird berichtet, daß dieser Jude sich öffentlich damit brüstete, das von Gott gegebene Gesetz zu übertreten, indem er Schweinefleisch esse.

Spätregen in Israel - ein Wunder Gottes in Israel

Im Zusammenhang der endzeitlichen Verheißung in Joel 2,19, daß Israel nicht mehr unter den Völkern in Schmach und Schande leben muß, verheißt Gott auch, daß er wieder Spätregen wie in früherer Zeit schicken will (Joel 2,23). Diese Prophezeiung erfüllt sich in unseren Tagen. Denn 1925 noch fiel der letzte Regen Ende Januar. In den letzten Jahrzehnten fiel der letzte Regen immer später, jetzt teilweise schon erst Ende Mai.


Dieser Artikel wurde in Auszügen der Internet-Seite http://members.aol.com/gnadenbund/zion.htm entnommen

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(Letztes Update: 08.04.2002)